Zweiter Laden im Stadtteil Ottensen Osnabrücker Eissalon Schlecks zieht nach Hamburg

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Moin, Hamburg! Ab März gibt es auch in der Hansestadt das Osnabrücker Eis von Schlecks. Foto: Schlecks/dpa/Montage: LangerMoin, Hamburg! Ab März gibt es auch in der Hansestadt das Osnabrücker Eis von Schlecks. Foto: Schlecks/dpa/Montage: Langer

Osnabrück. Moin, Hamburg! Das Osnabrücker Schlecks zieht es in den Norden. Ab Anfang März eröffnet eine zweite Filiale des Eissalons im Hamburger Stadtteil Ottensen. Gründer Florian Stisser hat endlich den passenden Partner für eine Expansion gefunden.

Er ist der richtige Partner für die Eis-Expansion, da ist sich Florian Stisser sicher. Vor fast fünf Jahren ging Stisser mit seinem Eissalon Schlecks in Osnabrück an den Start. Nun folgt Thomas Noack, gebürtiger Ostwestfale, seiner Idee und der bunte Eisgenuss zieht von der Hasestadt in die Hansestadt. Anfang März eröffnet Noack in Hamburg-Ottensen ein zweites Schlecks.

„Osnabrück liegt mir am Herzen“

Den Gedanken seinen Laden auch in andere Städte zu bringen, kam dem Schlecks-Gründer in der Vergangenheit öfter – auch weil viele Kunden nachfragten. Doch Stisser hatte die große Sorge, den Spagat zwischen verschiedenen Läden nicht zu schaffen. „Osnabrück liegt mir total am Herzen. Ich wollte auch weiterhin hier hinter dem Tresen stehen und den Standort nicht vernachlässigen“, sagt Florian Stisser im Gespräch mit unserer Redaktion. So hoffte er, einen passenden Partner für Zusammenarbeit und Expansion zu finden. Eine Vorstellung, die sich schwieriger gestaltete, als gedacht.

„Diese Eisdiele braucht Hamburg auch“

Tatsächlich kamen einige Interessierte in den vergangenen Jahren auf ihn zu. Aber sie faszinierte vor allem ein Phänomen: Die große Schlange vor dem kleinen Laden. „Viele wirkten so, als ob sie nur an das dicke Geld denken würden,“ erzählt Stisser. „Sie planten sofort, fünf Lokale in einer Stadt zu eröffnen. Aber das ist nicht das Ziel, was mich antreibt.“ Also erteilte Stisser Interessierten eine Absage. Bis im Februar 2016 eine Mail in seinen Posteingang trudelte. Thomas Noack aus Hamburg, gelernter Erzieher und gebürtiger Ostwestfale, hatte im Sommer zuvor Osnabrück und den Eissalon mehrfach besucht und war von der Idee, Eis auf einem kalten Stein mit verschiedenen Toppings zu kreieren, begeistert. „Diese Eisdiele braucht Hamburg auch“, dachte er sich sofort. Die Entscheidung, dass Schlecks nach Hamburg zu bringen, fiel dann wenige Monate später an besagtem Februarabend auf seiner Couch.

Thomas Noack ist ein großer Eisesser

Die vergangenen 13 Jahre fuhr Noack mit dem Kreuzfahrtschiff Aida zur See. Als Entertainment-Manager kümmerte er sich um die Gästebetreuung an Bord. Doch der Gedanke, sich eines Tages mit einem eigenen Geschäft selbstständig zu machen, begleitete ihn auf seinen Reisen. Er sei ein großer Eisesser, sagt Noack und lacht. Am Konzept des Schlecks schätzt er die Individualität. Das Produkt sei zeitlos und spreche jeden an. „Menschen warten an manchen Tagen eine halbe Stunde, um sich ihr persönliches Eis kreieren zu lassen. Das hat mich fasziniert“, sagt der 35-Jährige, der schon länger in Hamburg lebt.

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Ein Beitrag geteilt von Schlecks Ice Cream&Candies (@schlecks_osnabrueck) am 18. Jan 2017 um 2:25 Uhr

Nach seiner Anfrage lädt Florian Stisser ihn zum Probearbeiten nach Osnabrück ein. Schnell zeigt sich, dass die beiden Männer nicht nur die Liebe zum Eis verbindet. „Zwischen uns stimmen Chemie und Elan“, sagt Stisser. „Thomas steht wie ich mit Herzblut hinter dem Tresen. Das Schlecks lebt nicht nur von Eisvariationen, sondern auch von den Menschen, die hier arbeiten.“ So begann die Suche nach einer Immobilie in Hamburg. In der Fischers Allee 78 im Hamburger Stadtteil Ottensen wurde Noack und seine Freundin Pia, mit der er gemeinsam den Weg in die eisige Selbstständigkeit wagt, fündig.

In Ottensen trifft Eis auf Kaffee

Fußnah zur Elbe wurde in dem Ladenlokal zuletzt ein Kindercafé betrieben. Nach umfangreichen Renovierungen soll hier ab dem ersten Märzwochenende Eis auf einem kalten Stein gemischt werden. Wie in der Osnabrücker Filiale erhält Thomas Noack das Eis aus Hilter und die Waffeln aus Venne. Einen kleinen Unterschied gibt es dennoch: Neben den verschiedenen Eisvariationen bietet das Hamburger Schlecks auch Kaffee an. „Die Ladenfläche ist ungefähr drei Mal so groß wie in Osnabrück. Daher haben wir auch eine Sitzecke mit Lounge und Kissen, in der Gäste bei schlechtem Wetter Eis löffeln oder Kaffee trinken können“, sagt Noack.

Neuer Becher: „Frosty Franz“

Der 35-Jährige wird den Laden nach einem Franchise-Konzept führen, auch wenn Gründer Florian Stisser diesen Begriff in Kombination mit dem Schlecks nicht gerne hört. „Thomas und ich sind ein Team und arbeiten auf Augenhöhe. Ich werde Thomas nicht vorgeben, was er zu tun hat, sondern auch von ihm lernen“, sagt Stisser. „Er ist völlig frei, welche Eissorten und Süßigkeiten er wählt.“ So wird es in Hamburg natürlich einen Eisbecher mit Franzbrötchen geben. Der „Frosty Franz“ kombiniert das berühmte Hamburger Gebäck mit Spekulatiuscreme, gebrannten Mandeln, Vanilleeis und Karamelsauce.

Diesen und viele andere Becher soll es dann ab März in Ottensen sieben Tage die Woche geben. Bereits seit Dezember arbeiten Noack und sein Team in Hamburg durch, eine Pause gönnen sie sich selten. Auf die Osnabrücker Unterstützung können sie sich dabei voll verlassen. „Ich habe Thomas versprochen, dass ich solange in Hamburg helfe, wie er mich braucht“, sagt Stisser.

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