„Das perfekte Dinner“-Kandidaten Osnabrücker „Dinnerfreunde“ live auf Sendung bei Facebook

Von Stefanie Hiekmann



Osnabrück. Die fünf Kandidaten, die kurz vor Weihnachten in den Osnabrück-Folgen der Vox-Kochshow „Das perfekte Dinner“ auf Sendung waren, haben bei Facebook ihre eigene Livesendung „Dinnerfreunde“ gestartet. Wir sind bei einem ihrer Kochabende dabei gewesen.

Es ist Mittwochabend, 19 Uhr. Und an jedem zweiten Mittwoch wird seit Anfang des Jahres bei den „Dinnerfreunden“ live gebrutzelt. Reinhard Schröder, Hardy Westerhoff, Ricarda Berlage, Saskia Wiggerink und Monika Kaiser geben jeweils am Montag vor der Sendung bekannt, welches Gericht auf der Speisekarte steht – samt Einkaufsliste, damit sich jeder, der zuhause mitkochen möchte, vorher die Zutaten besorgen kann.

Genau das ist die Idee hinter dem Format „Dinnerfreunde“: Während die fünf TV-erprobten Hobbyköche durch Ricardas Küche wirbeln, ist die Smartphone-Kamera dabei und überträgt alles live ins Internet. Wer zu Hause das Geschehen per Facebook-Livestream verfolgt, kann Schritt für Schritt mitkochen, gegebenenfalls im Chat Fragen stellen, und gegen 20 Uhr die (virtuelle) Teamarbeit genießen. Auch im Nachhinein lässt sich die Sendung als Aufzeichnung anschauen – bei Facebook sowie auf Youtube .

Aus Kandidaten wurden Freunde

„Mir war direkt nach dem Dreh schon klar, dass wir irgendwas weitermachen wollen“, erzählt Ricarda. Denn während der Vox-Dreharbeiten im vergangenen Herbst sind zwischen den von der Produktionsfirma gecasteten Osnabrücker Hobbyköchen, die sich vorher nicht kannten, Freundschaften entstanden. So gute Freundschaften, dass die gemeinsame Whatsapp-Gruppe keinen Tag ruht, dass Geburtstage gemeinsam gefeiert werden und dass auch Themen jenseits des Kochens miteinander diskutiert werden. Da haben sich fünf gefunden, die sich gut verstehen – und die unbestreitbar Entertainerqualitäten haben.

(Weiterlesen: Das sagt Ricarda aus Osnabrück zu ihrem Dreh beim „perfekten Dinner“ auf VOX)

An diesem Mittwoch sind sie nur zu dritt. Saskia und Monika sind aus terminlichen Gründen nicht mit an Bord. Auf dem Speiseplan stehen Nudeln mit einer im Ofen gerösteten Tomaten-Knoblauch-Soße mit geräuchertem Paprikapulver – ein Rezept, das Ricarda vor einiger Zeit auf einem amerikanischen Blog entdeckt hat. Hardy hat zum Nachtisch – auch um im Live-Stream die 45-minütige Backzeit der Tomaten zu überbrücken – eine Crème brûlée mit Eierlikör, Grieß und gesalzenem Karamellkern vorbereitet.

Kommunikation mit den Zuschauern

Während die beiden hinterm Herd stehen, Zutaten abmessen, klein schneiden und nebenbei den einen oder anderen mehr oder weniger ernst gemeinten Schwank erzählen, begleitet Reinhard den Live-Stream am Smartphone und leitet Zuschauerfragen weiter: Woher denn wohl das Olivenöl stammt, das Ricarda gerade über die Kirschtomaten gießt, möchte zum Beispiel jemand wissen. Ricarda und Hardy witzeln derweil über eine mögliche italienische Bezeichnung für die Crème brûlée – damit sie namentlich besser zum italienischen Pastagericht passt. Sie geben die Frage weiter an die Zuschauer – und siehe da: Sogleich füllt sich der Chat mit Ideen – die einen ernst gemeint, die anderen weniger. Und genau so ist es gewollt: Bei den „Dinnerfreunden“ soll gekocht werden, ja. Aber fast wichtiger als Salz und Pfeffer im Essen ist die witzige Unterhaltung nebenbei.

(Weiterlesen: „Das perfekte Dinner“-Kandidaten fiebern Ausstrahlung entgegen)

Und auch die Idee mit dem Mitkochen geht offenbar auf: So fragt eine Zuschauerin, was sie mit den Tomaten machen soll. Sie sollen laut Zeitplan noch zehn Minuten weiter backen, sehen aber in ihrem Ofen schon ziemlich fertig aus. Reinhard liest die Frage vor, und Ricarda reagiert: Einfach den Ofen ausschalten und die Tomaten darin so lange warm halten, bis die 45 Minuten vorbei sind – es soll ja schließlich alles parallel passieren, vor und hinter der Kamera. Und für die Überbrückung der Wartezeit haben die drei auch einen Tipp: Schon mal einen Schluck Eierlikör trinken. Für den Nachtisch ist der ja sowieso gekauft worden, dann kann er doch schon mal probiert werden. Na dann prost!

Technischer Aufwand

Rund 60 Minuten vergehen, bis die Hauptspeise und das Dessert servierfertig vorbereitet sind. Adrian, Reinhards ältester Sohn, der heute in Vertretung von Ricardas Mann Peter die Kamera führt, rückt etwas näher an den Herd, um die herzhaft und nur ganz „dezent“ nach Knoblauch duftenden Tomaten, die aus dem Ofen geholt werden, mit der Kamera einzufangen.

Überhaupt wird mit der Technik nicht gegeizt, und die „Dinnerfreunde“ entwickeln ihre Show stetig weiter. So kommen an diesem Tag erstmals Scheinwerfer zum Einsatz, die Ricarda organisiert hat. Außerdem trägt nun jeder ein Mikro, und für die Kamera gibt es ein Stativ – nicht, dass Adrians Arm schlappmacht.

Inzwischen wird der erste Teller angerichtet. Wenn es zu Hause bei den Zuschauern ähnlich gut nach rauchigen Tomaten, Knoblauch und süßer Crème brûlée riecht, dann haben die „Dinnerfreunde“ alles richtig gemacht. Am Mittwoch, 1. März, wollen sie wieder um 19 Uhr auf Sendung gehen – und ihre wachsende Fangemeinde kann sich erneut auf einen kurzweiligen, humorvollen und leckeren Abend freuen.

(Weiterlesen: Hardy beim „perfekten Dinner“ in Osnabrück - Vor Jahren bereits angemeldet)


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