500 Jahre Reformation Osnabrücker Schüler können Thesen an Türen nageln

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Reformation als Türöffner für Veränderung? (von links) Birgit Klostermeier (Landessuperintendentin), Michael Kaufmann (Die Brücke) und Michael Prior (Bohnenkamp-Stiftung) laden Schüler ein, Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Foto: Stefan BuchholzReformation als Türöffner für Veränderung? (von links) Birgit Klostermeier (Landessuperintendentin), Michael Kaufmann (Die Brücke) und Michael Prior (Bohnenkamp-Stiftung) laden Schüler ein, Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Foto: Stefan Buchholz

Osnabrück. Türen haben wegen Luthers kolportierten Thesenanschlags vor fast 500 Jahren derzeit eine besondere Symbolik. Schüler aus dem Osnabrücker Land sind jetzt eingeladen, mit zu überlegen, welcher „Türöffner“ es für eine bessere Zukunft bedarf.

Was würde ich heute gerne mal an eine Kirchentür nageln? – das ist der Ansatz, die hinter dem neuen Projekt „Türen in die Zukunft“ steckt. In den nächsten Monaten können Schüler ihre ganz eigenen Gedanken zu Religion und Reformation äußern. Ebenso können Ängste und Hoffnungen formuliert und kreativ auf den, von der Bramscher Jugendwerkstatt „Die Brücke“ gefertigten Türen, „verewigt“ werden. Bei der Ausführung haben die Schüler völlig freie Hand, wie sie ihre Türen gestalten wollen, sagte Brigitte Neuhaus, die Koordinatorin für 500 Jahre Reformationsgedenken in Osnabrück.

Nicht alle der rund 220 Schulen in der Stadt und im Landkreis Osnabrück können eine Tür finanziert bekommen. 50 der Zukunftsportale kann die Bohnenkamp-Stiftung mit maximal 37.000 Euro bezahlen. Das stellte Geschäftsführer Michael Prior bei der Projektvorstellung in Aussicht. „Es wird aber keine Schule abgewiesen, die auch mitmachen möchte“, versicherte Brigitte Neuhaus.

Die Ergebnisse der Schulen – es können von der Grund- bis zur Berufsschule alle Bildungseinrichtungen mitmachen – sollen bis zum Sommer fertig sein. Ausgestellt werden Türen laut Plan in der kommenden Kulturnacht am 26. August. Ein zweiter Termin steht auch schon fest: „Am 500. Jahrestag der Reformation kann es vielleicht einen ,Weg der Türen‘ vom Dom zur Marienkirche geben“, schlug Landessuperintendentin Birgit Klostermeier vor.

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Danach sollen die Türen wieder an die Schulen zurückgehen. Was mit den vielleicht formulierten Ängsten, Hoffnungen und Wünschen geschieht, ist derzeit noch offen. Geplant ist eine Fotodokumentation. Vielleicht entstehen auch Vereinbarungen und neue Projekte, meinte Klostermeier. „Ich bin mir sicher, dass die Ergebnisse viele Ansätze für Predigten liefern können“, zeigte sich Michael Prior überzeugt.

Weitere Infos: www.2017Osnabrueck.de und dort bei „Service & Kooperationsprojekte“


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