Religionen und Reformen Religionskongress an der Uni Osnabrück

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Um das Thema Religion geht es an der Uni Osnabrück am 22. und 23. Februar. Foto: dpaUm das Thema Religion geht es an der Uni Osnabrück am 22. und 23. Februar. Foto: dpa

Osnabrück. Am 22. und 23. Februar wird in Osnabrück anlässlich des Reformationsjubiläums ein Kongress zum Thema Religion stattfinden.

Einen Vorgeschmack auf die Streitgespräche beim Osnabrücker Religionskongress in zwei Wochen lieferten Genralvikar Theo Paul und der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Osnabrück, Michael Grünberg am Montagnachmittag bei der Vorstellung des Kongressprogramms. „Man kann sich nur treu sein, wenn man sich permanent verändert“, erklärte Paul, als es um die Reformen innerhalb der Religionen ging. „Die Formen können sich ändern, die Inhalte nicht.“

Grünberg widersprach: „Das stimmt leider überhaupt nicht.“ Reinhold Mokrosch vom Runden Tisch der Religionen schlug sich auf Grünbergs Seite – dass Juden keine Bestattungen auf See oder im Weltraum akzeptierten, imponiere ihm. Außerdem hoffe er, dass die Diskussionen bei der Veranstaltung an der Uni Osnabrück, möglichst konkret würden. Die Universität hatte die Veranstaltung zusammen mit der Stadt, dem Runden Tisch der Religionen und Vertretern aus Christentum, Judentum und Islam anlässlich des Reformationsjahres organisiert. Ein Höhepunkt wird eine Podiumsdiskussion mit Ministerpräsident Stefan Weil am Mittwoch, 22. Februar um 19.30 Uhr und das Osnabrücker Friedensgespräch mit dem EKD-Ratsforsitzenden Heinrich Bedford-Strohm am Donnerstag, 23. Februar um 19 Uhr.

„Ich glaube, dass Religionen ein Potenzial zur Lösung von Konflikten haben“, sagte der Osnabrücker Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. Silvia Hosch vom Institut für Islamische Theologie stellte fest, es sei ein wichtiges Zeichen, dass alle drei Religionen gleichberechtigt vertreten seien. „Das ist ein Gespräch auf Augenhöhe.“


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