Gedenken an Judenretter Anne-Frank-Freundin wirbt für Calmeyer-Haus in Osnabrück


Osnabrück. Die Holocaust-Überlebende Laureen Nussbaum, eine Jugendfreundin von Anne Frank und ausgewiesene Kennerin ihrer Tagebücher, hat sich bei einem Besuch in Osnabrück für ein Hans-Calmeyer-Haus in der Friedensstadt ausgesprochen. Auch die Politik erhöht den Druck. Kommt nun Bewegung in die Sache?

Nussbaum gehört zu den vielen Tausend Juden, die der Osnabrücker Rechtsanwalt Calmeyer (1903–72) während des Zweiten Weltkriegs als NS-„Rassereferent“ in den Niederlanden durch Sabotage vor Deportation und sicherem Tod bewahrte. Die 89-Jähr

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Der Osnabrücker Rechtsanwalt Hans Georg Calmeyer (1903 bis 1972) hat zwischen 1941 und 1945 Tausenden von Niederländern und Deutschen jüdischen Glaubens das Leben gerettet. Seit 2012 erinnert an Calmeyers Geburtshaus an der Martinistraße 17 eine Gedenktafel an ihn. Das Wirken Calmeyers ist seit den späten 1980er-Jahren insbesondere von Peter Niebaum, dem 2013 verstorbenen Vorsitzenden der Hans-Calmeyer-Initiative, erforscht worden. Der heutige Osnabrücker CDU-Bundestagsabgeordnete Mathias Middelberg widmete 2001/02 seine juristische Doktorarbeit dem „größten Judenretter in Deutschland“. Der Staat Israel ehrte Calmeyer im Jahr 1992 posthum als „Gerechten unter den Völkern“ aus. 1995 verlieh ihm die Stadt Osnabrück mit der Möser-Medaille ihre höchste Auszeichnung.

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