Film wird Dienstag uraufgeführt Energiewende für alle: Osnabrücker zeigt, wie es geht

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Mit Solarenergie und Wärmepumpe: In Osnabrück wird am Dienstag der Film „Bauen mit der Energiewende“ aufgeführt.  Foto: dpaMit Solarenergie und Wärmepumpe: In Osnabrück wird am Dienstag der Film „Bauen mit der Energiewende“ aufgeführt. Foto: dpa

Osnabrück. „Bauen mit der Energiewende“ heißt ein Film, der am Dienstag, 24. Januar, um 19.30 Uhr im Filmtheater Hasetor uraufgeführt wird. Gezeigt wird, wie Bürger in ihren alten und neuen Häusern die Energiewende selber gestalten können, wie sie energetisch sanieren und bauen können, „ohne ein Vermögen zu investieren“, wie es in der Ankündigung heißt. Der Eintritt ist frei.

Dass die Filmpremiere in Osnabrück stattfindet, geht auf das hiesige Solarspeicher-Unternehmen E3/DC zurück, das die Dreharbeiten unterstützt hat. E3/DC-Geschäftsführer Andreas Piepenbrink erklärt anhand von Beispielen, wie erneuerbare Energien mit Solaranlagen, Stromspeicher oder Wärmepumpen kostengünstig im Haus eingesetzt und kombiniert werden – auch im Hinblick auf die Elektromobilität. Außerdem zeigt der Film, wie sich mit preisgünstigen Schritten der Energieverbrauch eines Gebäudes signifikant senken lässt, auch ohne zum Beispiel eine teure Dämmung der Außenhülle vornehmen zu müssen.

19 Millionen Wohngebäude müssten in Deutschland saniert werden, heißt es in einem Presseinfo zum Filmstart. Pro Jahr würden rund 250000 Wohnungen neu gebaut, dazu kämen 70000 Einfamilienhäuser. Zukunftsfähig seien diese Immobilien selten. „Wer falsch saniert oder baut, hat nur ein Gebäude der Effizienzklasse B“, warnt Piepenbrink. Damit gebe es weniger Förderung und schlechtere Kredite, und der Wert der Immobilie sinke. „Bauen mit der Energiewende“ zeige, wie ein Gebäude wirklich zukunftsfähig gemacht werden könne.

Als Beispiel wird darauf verwiesen, dass viele Hauseigentümer bei einer Sanierung eine Gastherme verbauen. Die Investition sei zwar etwas geringer als beim Einbau einer Wärmepumpe, heißt es dazu. Nachteilig seien höhere Betriebskosten und die Einstufung in die Effizienzklasse B. Und die Gaspreise der Zukunft seien unkalkulierbar. Später lasse sich die Immobilie nur mit Abschlägen verkaufen. „Wer heute regenerative Energie ins Haus bringt, kann dagegen seine Energiekosten für Strom, Wärme und Mobilität für die nächsten 40 Jahre ohne Preissteigerungen sicher kalkulieren“, heißt es weiter in der Ankündigung.

„Die Zeit von Strom als kommerzielles Produkt endet!“, sagt der Journalist Frank Farenski, der die Regie zum Film geführt hat. Mehr als 30 Prozent der deutschen Stromversorgung – der regenerative Teil – komme schon aus Bürgerhand.


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