zuletzt aktualisiert vor

Angebot in Osnabrück Wieder Betrugsversuch mit Haus am Westerberg

Offenbar haben Betrüger Gefallen an einem Haus am Westerberg gefunden, um damit Interessenten Geld aus der Tasche zu ziehen. Zum wiederholten Male stand die Luxus-Immobilie bei Immowelt.de zum Verkauf. Diesmal für 190.000 Euro. Screenshot: immowelt.de/noz.deOffenbar haben Betrüger Gefallen an einem Haus am Westerberg gefunden, um damit Interessenten Geld aus der Tasche zu ziehen. Zum wiederholten Male stand die Luxus-Immobilie bei Immowelt.de zum Verkauf. Diesmal für 190.000 Euro. Screenshot: immowelt.de/noz.de

Osnabrück. Offenbar haben Betrüger Gefallen an einem Haus am Westerberg gefunden, um damit Interessenten Geld aus der Tasche zu ziehen. Zum wiederholten Male stand die Luxus-Immobilie bei Immowelt.de zum Verkauf. Diesmal für 190.000 Euro. Bereits im November hatte ein Interessent Anzeige erstattet.

Potenzielle Hauskäufer, die in den vergangenen Tagen nach einer Immobilie am Westerberg gesucht haben, dürften nicht schlecht gestaunt haben: Für 190.000 Euro stand bis Sonntag dort ein Anwesen in der Bismarckstraße zum Verkauf, dessen tatsächlicher Wert ein vielfaches betragen dürfte. Geboten wurden sieben Zimmer, 224 Quadratmeter Wohnfläche, 600 Quadratmeter Grundstück inklusive Garage, Garten und Terrasse. Das Baujahr wurde mit 1952 angegeben.

Das Angebot wurde mittlerweile gelöscht. Die vermeintlichen Verkäufer probieren die Masche nicht zum ersten Mal. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, hat ein Interessent bereits im November 2016 Anzeige erstattet, als das Angebot offenbar schon einmal online war. Die Polizei konnte den Drahtzieher allerdings nicht ermitteln. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren schließlich ein. (Weiterlesen: Wollen Betrüger mit Haus am Westerberg Kasse machen?)

Sieben Zimmer, 224 Quadratmeter Wohnfläche

Auch im Dezember vergangenen Jahres war das Angebot auf dem Immobilienportal Immowelt.de zu finden, damals sollte das Haus 260.000 Euro kosten.

Bereits im Dezember vergangenen Jahres war das Angebot auf dem Immobilienportal zu finden, damals sollte das Haus noch 260.000 Euro kosten, geboten wurden dafür sieben Zimmer, 224 Quadratmeter Wohnfläche, 600 Quadratmeter Grundstück inklusive Garage, Garten und Terrasse. Das Baujahr wird mit 1952 angegeben. Screenshot: immowelt.de/noz.de

Ein Leser, der sich für das Gebäude interessierte, hatte sich damals per Mail auf die Anzeige gemeldet. Die angebliche Besitzerin gab an, in England zu leben. Sie habe eine Zeit lang in Deutschland gearbeitet und brauche das Haus nun nicht mehr. Der Leser nahm Abstand von der Sache, als er aufgefordert wurde, eine Fotokopie seines Personalausweises zu schicken. Zudem wohnen zwei Parteien in dem Haus, ohne dass die vermeintliche Besitzerin darauf eingegangen wäre.

Mit Programm gescannt

Eine Sprecherin von Immowelt.de sagte damals gegenüber unserer Redaktion, Betrüger versuchten auf diesem Weg früher oder später an das Geld der Interessenten zu kommen. Exposés und Fotos besorgten sie sich oft aus dem Internet. Stehe ein Haus beispielsweise zum Verkauf, kopierten sie sich die Daten, die sie bei passender Gelegenheit für ihre Zwecke nutzten.

Alle Anzeigen auf Immowelt.de würden zwar mit einem Programm gescannt, bevor sie online gehen, um Betrugsversuche zu erkennen. Allerdings gelinge es nicht immer, sie herauszufiltern.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN