Hackathon mit 80 Teilnehmern Virtuelle Welten im InnovationsCentrum Osnabrück


Osnabrück. Zum ersten Mal findet an diesem Samstag unter dem Namen „HackOS“ eine Programmier-Veranstaltung zum Thema Augmented- und Virtual-Reality im InnovationsCentrum Osnabrück statt. Viele der dazu benötigten hochmodernen Brillen konnten dabei ausprobiert werden.

Konzentriert schaut Patrick Schumacher auf seinen Laptop. In die Welt, die er hier erschafft, wird er später mit Hilfe der Virtual Reality-Brille „Oculus Rift“ komplett eintauchen und sich in ihr frei bewegen können. „Das ist schon ziemlich cool“, sagt er. Extra aus Essen ist er nach Osnabrück gereist, um an der Veranstaltung „HackOS“ teilnehmen zu können.

Programmierer, Designer, Techniker oder auch einfach nur Interessierte haben sich an diesem Tag zusammengefunden, um im Rahmen eines „Hackathon“ (zusammengesetzt aus den Worten „Hack“ und „Marathon“) Ideen für die Anwendung der High-Tech-Brillen zu finden und umzusetzen. Zu der kostenlosen Veranstaltung haben die Osnabrücker Start-Ups Bitnamic, Forestage, AdaptVis und Virtual Spice eingeladen.

VR und AR bieten unterschiedlichste Anwendungsszenarien

Die verfügbaren Brillen unterscheiden sich grundlegend: Während Brillen für Virtual Reality („VR“) ein Umfeld vollständig simulieren, erweitern Augmented Reality - Brillen („AR“) die reale Umgebung um virtuelle Einblendungen.

„So unterschiedlich die Konzepte sind, so unterschiedlich sind auch ihre Anwendungsmöglichkeiten“, erläutern Mitveranstalter Rolf Behrens und Alexei Kolesnikow, beide Geschäftsführer des Start-Ups Bitnamic. „Mit einer VR-Brille kann es ein Architekt seinen Kunden ermöglichen, bereits vor dem Bau durch die Zimmer zu wandern, während bei einer AR-Brille ein Ingenieur bei der Reparatur einer Maschine passend wichtige Informationen eingeblendet bekommt.“

Kein Wunder also, dass auch Wirtschaftsunternehmen die Veranstaltung unterstützen. Zu den Partnern gehören FRIMO, Airbus-Tochter TESTIA, Salt and Pepper Software Solutions, Gesellschaft für integrierte Systemplanung und Anlagenbau Habeck. An ihren Ständen demonstrieren sie den Teilnehmern und Besuchern die Fähigkeiten der jeweiligen Brillen und mögliche Einsatzgebiete.

Ein Prototyp an nur einem Tag

Bereits am frühen Morgen trafen sich die ersten Teilnehmer, um die Grundlagen der VR- und AR-Programmierung kennenzulernen. Danach ging es zusammen mit den Wirtschaftspartnern über in die Ideenfindung. Wie können praktische Anwendungsgebiete aussehen? Anschließend schlossen sich die Teilnehmer je nach Interessensgebiet in Gruppen zusammen.

Das Ziel: gegen Abend einen ersten Prototypen der Idee vorstellen zu können. Der Hauptteil liegt dabei in der Programmierung und grafischen Gestaltung. Umgesetzt werden die virtuellen Welten hauptsächlich mit der auf Spiele fokussierten Entwicklungsumgebung „Unity“.

Die Veranstalter waren überrascht von der hohen Resonanz der angemeldeten Teilnehmer. „Wir hatten mit 20 bis 30 Teilnehmern gerechnet, nun sind es 80 und kein einziger Platz ist mehr frei“, so Erik Wittkorn von der Firma AdaptVis.

Bis spät in die Samstagnacht wird an den verschiedenen Prototypen noch weiter gefeilt, hoffen die Veranstalter. Für einen Nachschub an Pizza ist bereits gesorgt.


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