Vier Kinder aus Nahne Osnabrücker Sternsinger am Montag bei der Kanzlerin

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Osnabrück. Rund 10000 Sternsinger sind am Wochenende im Bistum Osnabrück unterwegs. Vier von ihnen werden am kommenden Montag von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin empfangen. Das auserwählte Sternsinger-Quartett kommt aus Osnabrücks Stadtteil Nahne.

Marie-Katharina, Merle, Friedrich und Kjeld nehmen noch am Aussendungsgottesdienst am Sonntag teil. Von Haus zu Haus wie die rund 40 Sternsinger aus Nahne werden sie aber nicht mehr ziehen. Zusammen mit Gemeindereferentin Gisela Eiken-Fabian sitzen sie dann schon im Zug gen Bundeshauptstadt.

In Berlin übernachtet die königliche Osnabrücker Delegation zusammen mit Sternsingern aus den anderen 26 Bistümern Deutschlands in einem katholischen Jugendgästehaus. „Dort werden noch die drei Lieder geprobt, die alle Sternsinger dann Angela Merkel vorsingen“, schildert Eiken-Fabian den Ablauf.

Kleidervorschriften

Zudem werde man genau gebrieft, wie der Empfang durch Deutschlands Regierungschefin abzulaufen habe. Auch bei der Kleidungswahl gilt: Bitte nur mit besonders dekorativen Kostümen anreisen. Kjeld bekam daher in den letzten Tagen noch rasch ein neues Unterteil und einen Umhang genäht.

Am Montagmorgen eskortiert der Bundesgrenzschutz die Kinder und Jugendlichen ins Kanzleramt. „Ich hoffe auf nette Leute“, drückt Marie-Katharina ihre Erwartungen rund um den Kurzbesuch im Kanzleramt aus. Und: Wahrscheinlich werden das Meeting mit Merkel etwas Besonderes fürs Leben werden, meinte die 15-Jährige.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in den Räumen des Regierungssitzes geht für die vier Osnabrücker Sternsinger nebst Begleitung wieder nach Hause. Immerhin gewannen die Jugendlichen so noch einen zusätzlichen freien Schultag. Und sie repräsentierten die 500000 Sternsinger deutschlandweit.

„Ich hätte euch gerne alle mitgenommen“, versicherte Gisela Eiken-Fabian am Freitagnachmittag den Nahner Sternsingern bei der Generalprobe für den Aussendungsgottesdienst. Die Gemeindereferentin sieht das Losglück und die Kanzlervisite als Auszeichnung für alle.

In Osnabrücks südlichem Stadtteil ist die Welt von Caspar, Melchior und Balthasar plus einem Sternenträger noch in Ordnung. „Die Kinder ziehen hier wirklich noch mit ihren Segenswünschen von Haus zu Haus“, so Eiken-Fabian. Das ist schon in der benachbarten St. Josephgemeinde nicht mehr möglich. Dort muss man sich melden, wenn man den Segenswunsch „C+M+B“ („Christus mansionem benedicat - Christus segne dieses Haus“) auf der eigenen Tür sehen will. Mit den Anmeldungen will man den jungen Majestäten aus dem Morgenland Frust ersparen, wenn Menschen nicht aufmachen oder gar die Türen gleich wieder zugeschlagen werden.

Neben dem Segen bitten die Sternsinger alljährlich auch um Geld für Not leidende Gleichaltrige in aller Welt. Mit den Erlösen aus der Sternsinger-Aktion werden in diesem Jahr Projekte in Kenia unterstützt. Bei der 58. Aktion zum Jahresbeginn 2016 erbaten die Sternsinger deutschlandweit rund .46,2 Millionen Euro. Bistumsweit sammelte man rund 1,16 Millionen Euro ein.


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