Ein Bild von Franz-Josef Raders
05.01.2017, 19:09 Uhr WIE EIN KATZ-UND-MAUS-SPIEL

Haarspalterei nach Polizeieinsatz bei Abschiebung in Osnabrück

Kommentar von Franz-Josef Raders

Das ehemalige Nordhotel an der Hansastraße wird derzeit als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Foto: Jörn MartensDas ehemalige Nordhotel an der Hansastraße wird derzeit als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. In der Diskussion um das Grundrecht Asyl darf die Polizei als ausführendes Organ des Staates nicht zum Prügelknaben gemacht werden.

Mehr als ein Jahr lang sind Abschiebungen in der Stadt Osnabrück vergleichsweise geräuschlos verlaufen – nicht weil weniger Geflüchtete in Ihr Heimatland zurückkehren mussten, sondern weil es ihnen erst unmittelbar vor der Ausreise mitgeteilt worden ist.

Die Polizei darf als ausführendes Organ des Staates nicht zum Prügelknaben gemacht werden. Die Kritik der Abschiebegegner nach der Eskalation am Mittwochfrüh erscheint wie Haarspalterei und ein Katz-und-Maus-Spiel.

Dann schaffen wir das

Statistisch wird jeder dritte Asylbewerber als Flüchtling anerkannt. Allerdings bleibt bislang auch die überwiegende Mehrheit der anderen im Land. Um das Problem in den Griff zu bekommen, müssen Bund, Land und Kommunen ihre Anstrengungen verstärken, abgelehnte Asylbewerber tatsächlich in ihre Herkunftsländer zurückzuschicken.

Nur dann schaffen wir das und helfen denjenigen, die wegen Krieg und Terror aus ihrer Heimat geflüchtet sind.


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