Projekt am Nettebad im Plan Stadtwerke Osnabrück steuern E-Kartbahn selbst



Osnabrück. Die Stadtwerke Osnabrück werden die Elektro-Kartbahn am Nettebad in Eigenregie betreiben. Das hat die Tochtergesellschaft der Stadt jetzt mitgeteilt.

Bislang war offen, ob die Stadtwerke die Kartbahn verpachten werden oder ob das Unternehmen selber als Betreiber auftreten wird. Die Würfel sind nun gefallen. Eine europaweite Ausschreibung hat nicht das gewünschte Ergebnis gebracht. Zugleich waren die Stadtwerke von Beginn an überzeugt, dass sie den Betrieb der Bahn selber gewinnbringend leisten können. Das Ergebnis der Ausschreibung habe bestätigt, dass ein externer Betrieb keinerlei wirtschaftliche oder betriebliche Vorteile mit sich bringe, teilte jetzt der neue Stadtwerkevorstand Christoph Hüls mit.

Einen zweiten möglichen Hemmschuh für den Betrieb in Eigenregie hat die Landesregierung mittlerweile aus dem Weg geräumt: Bislang bremste das Niedersächsische Kommunalverfassungsgesetz Kommunen und ihre Gesellschaften beim Betrieb kommerzieller Projekte aus. Nach der Novellierung des Gesetzes „wird uns kommunalen Unternehmen eine solche wirtschaftliche Betätigung erleichtert“, sagt Hüls.

Vor allem UWG und Piraten hatten in der Vergangenheit die Stadtwerkepläne am Nettebad mit dem Verweis auf das wirtschaftliche Risiko kritisiert, während aus den Reihen der Grünen und der Umweltverbände in erster Linie ökologische Aspekte gegen den Bau der Elektro-Kartbahn ins Feld geführt wurden. Währenddessen verweisen die Stadtwerke auf eine „notwendige Weiterentwicklung und Attraktivierung des Freizeitstandortes Nettebad“, vor allem um die Wirtschaftlichkeit der Bäder zu verbessern. Anspruch der Stadtwerke sei und bleibe es, die Lebensqualität in Osnabrück zu steigern. „Und der Betrieb der E-Kartbahn soll ein weiterer zentraler Baustein dafür sein“, so Stadtwerke-Chef Hüls.

Rund drei Millionen Euro investieren die Stadtwerke in die neue Attraktion am Nettebad, deren Bau im Zeitplan liegt und die wahrscheinlich Mitte März an den Start gehen wird. „Das wäre dann genau ein Jahr nach dem Spatenstich und eine zeitliche Punktlandung“, sagt Stadtwerke-Bäderchef Wolfgang Hermle. Die Arbeiten im Gebäude sind mittlerweile weit fortgeschritten. Parallel beginnen in der kommenden Woche die Arbeiten im Außenbereich. „Hier werden wir auf einer rund 200 Quadratmeter großen Fläche entsprechende Rückschnittarbeiten vornehmen“, so Hermle weiter. „Diese Arbeiten werden in dem gesetzlich vorgeschriebenen Zeitraum bis Ende Februar abgeschlossen sein.“ Im weiteren Jahresverlauf werde zudem der Bau einer sogenannten Vorhangfassade aus Holz beginnen, die das Gebäude optisch in die Umgebung einfüge. „Diese Fassadenarbeiten werden die Inbetriebnahme der E-Kartbahn Mitte März aber nicht beeinträchtigen.“


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