Das Kunstjahr 2016 in der Region „hase29“ hat die Kulturszene Osnabrücks verändert

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Osnabrück. Die neue Gesellschaft für zeitgenössische Kunst und der Ausstellungsraum hase29 haben die Kulturszene Osnabrücks 2016 verändert. Ein Jahresrückblick.

Nach der Kürzung des Budgets der Stadtgalerie im Dezember 2015 traten Künstlerinnen und Künstler jedenfalls die Flucht nach vorn an. Der Rat hatte beschlossen, die Galerie als ständigen Ausstellungsort nicht mehr zu unterstützen und das Ausstellungsbudget als Teil der Projektmittel auszuweisen. Die Kunstszene protestierte – und reagierte. Künstler und Kuratoren taten sich Anfang 2016 in der neuen Gesellschaft für zeitgenössische Kunst zusammen und etablierten ein bisher temporär genutztes ehemaliges Ladenlokal als neuen Ausstellungsort. Hier weiterlesen: Welche Kultur braucht Osnabrück? Experten diskutieren bei NOZ Medien.

Komplettes Kunstprogramm

hase29: Unter diesem kurzen Namen firmiert seit Januar 2016 der eigentliche Hotspot der regionalen Kunstszene. Unter dem Vorsitz der Kuratorin Elisabeth Lumme veranstaltete der Verein bereits im ersten Jahr ein nicht nur komplettes, sondern vor allem auch vielfältiges Kunstprogramm, das von der Sammlung von Bildern junger Akademiekünstler bis zum Aktionsprogramm der Bildhauerklasse der Kunstakademie Münster von Henk Visch denkbar unterschiedliche Kunstsegmente bediente. In der Hasestraße ist ein Ort entstanden, der das Experiment und neue Kooperationsformen ermöglicht und so die ganze Osnabrücker Kulturszene voranbringt. Hier weiterlesen: Performance im Ausstellungsraum „hase 29“.

Programm für Outsider-Art

Das Problem: Auf Dauer wollen die Macher der Hasestraße erreichen, was die Stadt für die Stadtgalerie gerade erst beendet hat – eine kontinuierliche Förderung des Ausstellungsortes. Bislang müssen die Ausstellungsmacher von Projekt zu Projekt planen und Geld beschaffen – ein trotz der Unterstützung aus dem Fachbereich Kultur mühsamer Prozess. Neue Initiativen regen sich übrigens auch in der Stadtgalerie. Der Künstler Christoph Seidel kuratiert dort ab Januar 2017 ein Programm mit Outsider Art. Hier weiterlesen: Pläne für die Stadtgalerie - Christoph Seidel im Interview.

Kunsthalle als Taktgeberin

Unterdessen erweist sich die Kunsthalle Osnabrück mit ihrem von Julia Draganovic gestalteten Programm aus Performances und Raumkunst als Taktgeberin auch der regionalen Szene. Die Kunstformen, die im großen Format der Kunsthalle herausgestellt werden, beeinflussen unverkennbar auch die Produktion vor Ort. Die Kunsthalle markierte mit zwei Projekten in besonderer Weise starke Positionen. Im Frühjahr führte José Maria Arjona unter dem Titel „You are splendid“ eine ganze Serie von Performances auf. Und im Sommer verwandelten David Rauer und Joshua Sassmannshausen mit ihrer begehbaren Installation „Forma Forma“ die ganze Kunsthalle in einen spannenden Erfahrungsraum. So inszenierte Kunst bringt Ästhetik, Raum und Menschen in einen starken Austausch. Das dürfte 2017 weitergehen. Hier weiterlesen: Maria Jose Arjona in der Kunsthalle Osnabrück.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN