Osnabrücker Stadtwerkechef geht Abschied auf der großen Bühne von der großen Bühne

Verabschiedung von Stadtwerkechef Manfred Hülsmann im Theater unter anderem mit Lutz Pullwitt, Katherina Reiche und Stephan Rolfes (v.r.). Foto: David EbenerVerabschiedung von Stadtwerkechef Manfred Hülsmann im Theater unter anderem mit Lutz Pullwitt, Katherina Reiche und Stephan Rolfes (v.r.). Foto: David Ebener

Osnabrück. Das war´s. Stadtwerkechef Manfred Hülsmann hat sich verabschiedet. Auf der großen Bühne im Theater hatten sich einige Wegbegleiter Hülsmanns versammelt um dem Scheidenden vor großem Publikum im Saal einige Gedanken mit auf den Weg zu geben.

Moderiert wurde Hülsmanns Abschied vom Arbeitsdirektor der Georgsmarienhütte, Felix Osterheider. Seine Gesprächspartner waren neben Hülsmann Wolfgang Griesert (Oberbürgermeister und Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzender), Katherina Reiche (Hauptgeschäftsführerin des Verbandes kommunaler Unternehmen, VKU), Rolf-Martin Schmitz (RWE-Vorstandsvorsitzender), Lutz Pullwitt (Stadtwerke-Betriebsratsvorsitzender) und Hülsmanns Vorstandskollege Stephan Rolfes.

„Frühaufsteher“, „Kümmerer“, „Regent“, „Libero“, Handwerker“, „bodenständig“ – dies sind nur einige der vielen positiven, charakterisierenden Begriffe, die den Wegbegleitern zu Manfred Hülsmann einfielen. Mitten in der Runde eben jener, dem die warmen Worte galten, im offenen Sakko ohne Krawatte, ganz bescheiden zuhörend. Der große Bahnhof ist Hülsmanns Sache eigentlich nicht , aber aus der Position des Stadtwerkechefs verabschiedet man sich eben nicht durch die Hintertür. Und die Worte werden ihm auch gutgetan haben. „Ein ganz großer Teil der Kollegen würde ihn sicherlich gerne behalten wollen“, zog denn auch Pullwitt eine positive Bilanz für das Zusammenleben von Vorstand und Betriebsrat in den vergangenen 12 Jahren.

Nach Osnabrück geholt worden war Hülsmann 2005 vom damaligen Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip. Der begründete denn auch gleich, warum seine Wahl auf Hülsmann gefallen sei: „Das hatte weniger mit seinen Papieren zu tun. Der Mann kam über den zweiten Bildungsweg. Das fand ich gut.“ Vielleicht ist es genau dieser Werdegang, dem Hülsmann das lobende Testat „bodenständig“ zu verdanken hat, dass ihm aus der Runde mehrfach ausgestellt wurde. Pragmatisch und immer auf schnelle Lösungen bedacht, sei der Leiter des Unternehmens Lebensqualität gewesen, meinte Griesert. Ja, Hülsmann habe schon oft die Lösung parat gehabt, bevor er, Griesert, und andere überhaupt das Problem erkannt hätten.

Und noch eines wurde im Theater deutlich: ein – wohl der wichtigste – Beweggrund, warum Manfred Hülsmann in den Ruhestand geht. Hülsmann ist Manager, ja, aber er ist vor allem auch ein Familienmensch. Seine drei Enkel waren bei der Verabschiedung dabei und die kleine Leni ließ sogar ihren dritten Geburtstag Geburtstag sein um Opa beim offiziellen Gang in den Ruhestand zu begleiten. Als Dankeschön und Geburtstagsgeschenk von der Stadtwerkefamilie bekam Leni ein Kissen, dass eine Mitarbeiterin eigens für sie genäht hatte. Auf einem flauschigen Matti (das Weihnachtshörnchen der Stadtwerke) kann Leni demnächst mit Opa kuscheln. Der hat dann ja viel Zeit für sie und die anderen Enkel.


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