Renaissance der Weihnachtspost Statt WhatsApp: Grüße müssen bis 22. Dezember im Briefkasten sein

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Persönliche Worte und weihnachtliche Gedichte sind gern gelesene Festtagsgrüße. In diesem Jahr sind Osnabrück-Karten gefragt. Foto: David EbenerPersönliche Worte und weihnachtliche Gedichte sind gern gelesene Festtagsgrüße. In diesem Jahr sind Osnabrück-Karten gefragt. Foto: David Ebener

Osnabrück. WhatsApp, Facebook und Co. sind die Kommunikationsmedien Nummer eins in unserer Gesellschaft. Doch in jedem Jahr zur Weihnachtszeit erlebt der traditionelle Brief eine Renaissance. Unsere Redaktion hat ein paar Tipps gesammelt, worauf man beim Verfassen von Weihnachtspost achten sollte.

Weihnachtspost sollte immer etwas Besonderes sein, sagt Uta Westerholt, Inhaberin des Prelle Shops in der Osnabrücker Innenstadt. Daher empfiehlt sie, schon bei der Wahl des Papiers etwas nicht Alltägliches auszusuchen. „Briefbögen, die 100 bis 120 Gramm wiegen, finde ich ganz ansprechend. Dann ist das Papier nicht zu schwer, macht aber trotzdem einen hochwertigen Eindruck.“ Gerne könne das Blatt passend zur Weihnachtszeit auch farbig sein.

Füller oder Feder

Schreiben sollte man mit einem Füller, oder – wer mag – sogar mit einer Feder. Auch den Ton der Tinte könne man variieren. „Es muss ja nicht immer blau sein“, meint sie lachend. Besonders gefragt seien in ihrem Geschäft in diesem Jahr Weihnachtskarten mit Osnabrücker Motiven. „Mit einem weihnachtlichen Gedicht und schönen Worten ein toller Weihnachtsgruß“, findet Westerholt.

Sie selbst freue sich aber nicht nur über handschriftliche Grüße. „Weihnachtspost, egal ob handschriftlich oder elektronisch, ist immer toll, wenn man merkt, dass sich der Absender Mühe gegeben hat.“

Kein „Alle-Jahre-wieder-Erlebnis“

Das findet auch Alexandra Sievers, Sil-Expertin des Verlags für die deutsche Wirtschaft (VNR). „Ersparen Sie dem Empfänger das „Alle-Jahre-wieder-Erlebnis“, rät sie. Über einen monotonen Wortlaut oder fantasielose vorgedruckte Texte freue sich niemand. „Persönliche handgeschriebene Briefe sind am allerschönsten.“ Genau dann erkenne der Empfänger, dass man sich richtig Mühe gegeben habe.

Über gemeinsame Erlebnisse schreiben

Es komme ebenfalls gut an, über gemeinsame Erlebnisse zu schreiben. „Gehen Sie auf die jeweiligen Lebenssituationen ein“, erklärt sie. Sei jemand krank, seien Genesungswünsche genau richtig. Stehe dem Empfänger eine Abschlussprüfung im nächsten Jahr bevor oder plane man einen gemeinsamen Urlaub, könne man auch darauf in der Weihnachtspost bereits eingehen.

Bei der Gestaltung komme es natürlich auch immer auf die Altersgruppe an. Junge Leute kriege man heute kaum noch dazu, Briefe zu schreiben. „Weihnachtsgrüße werden dann meist elektronisch verschickt.“ Trotzdem sei der klassische Brief auf Papier, handgeschrieben und in einem geschlossenen Umschlag, der schönere Weihnachtsgruß.

Schöne Zitate

Sie selber suche bei ihren Weihnachtsbriefen für den jeweiligen Menschen gerne ein passendes Zitat heraus. „Es sollte immer im Bezug zum Empfänger stehen“, erklärt sie. Wer dem Empfänger nicht so viel zu sagen hat, aber trotzdem Grüße versenden mag, könne auch Weihnachtskarten verschicken. Wichtig dabei: Auch diese sollten ein paar persönliche Zeilen enthalten und unbedingt im Umschlag auf den Weg gebracht werden.

Briefe spätestens am 22. Dezember verschicken

Bis wann der letzte Brief verschickt sein sollte, weiß Jens-Uwe Hogardt, Pressesprecher der Deutschen Post. „Weihnachtspost, die ihre Empfänger in Deutschland am 23. oder 24. Dezember erreichen soll, muss spätestens am 22. Dezember aufgegeben werden.“ Zwar gebe es noch eine „Last-Minute-Variante“ mit einer Zustellung vom 23. auf den 24. Dezember. Diese sei jedoch mit höheren Kosten verbunden.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN