Lesung und Musik Vielseitiges Krimi-Vergnügen mit Sandra Lüpkes & Co.

Von Christoph Beyer

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Lesung mit Musik: Die Autorenband „Letztes Kriminelles Aufgebot“ spielt. Foto: Thomas OsterfeldLesung mit Musik: Die Autorenband „Letztes Kriminelles Aufgebot“ spielt. Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück. Für ein vielseitiges Krimi-Vergnügen sorgten am Donnerstag sieben Autoren im „Treffpunkt für Kunst & Kultur“ des Ameos Klinikums. Ihre „weihnachtliche“ Lesung, garniert mit passender Musik, bürstete die Festtagsidylle unterhaltsam gegen den Strich.

Sie seien ein „bunten Haufen“, so beschrieb Krimiautorin Sandra Lüpkes sich und ihre versammelten Kollegen, darunter etwa Heinrich-Stefan Noelke aus Osnabrück, Christoph Güsken aus Münster und Rudi Müllenbach aus Iserlohn. Auch Lüpkes Ehemann, Wilsberg-Erfinder und Autor Jürgen Kehrer, war an diesem Abend nach Osnabrück gekommen, um vorzutragen.

Anlässlich des Todestages von Krimipionier Friedrich Glauser präsentieren die Mitglieder der Autorenvereinigung „Syndikat“ zum „Krimitag“ ein ungewöhnliches Lesungskonzept und ließen den Erlös der Veranstaltung dem Osnabrücker Büro der Stiftung Opferhilfe zu Gute kommen. So richtig gut zusammenpassen würde Weihnachten und Kriminalliteratur eigentlich nicht, bemerkte Autorin Lüpkes. Das Verhältnis sei eher spannungsreich. Dass sich aus solcher Spannung kreativ und klangvoll Kapital schlagen lässt, bewies Lüpkes gleich zu Beginn. Als Mitglied der Autorenband „Letztes Kriminelles Aufgebot“ (LKA) entlockte sie ihrer „singenden Säge“ spukige Klänge, während Heinrich-Stefan Noelke den Bass zupfte. Musikalisch betätigten sich auch die Emsdettener Autorin Maria Rhein und Rudi Müllenbach. „Kommt der Killer, geht das Leben“ hieß es da im Text, der das bekannte „Heute Kinder wird`s was geben“ augenzwinkernd ersetzte.

Den Lesungsauftakt bestritt Christoph Güsken, dessen 30 Krimis umfassendes Werk durch einen neuen Münsteraner Ermittler ergänzt wird. Heinrich Stefan Noelke, einziger Osnabrücker in der Autorenrunde, überraschte im Anschluss mit einer besonderen Soundkreation. Per Knopfdruck schaltete er etwa Stimmengemurmel oder den langgezogenen Klang eines Nebelhorns hinzu, sorgte so für ein atmosphärisches Lesungserlebnis. Autorin und Moderatorin Alice Spogis trug ebenfalls vor und sorgte mit ihrem lockeren Moderationsstil für eine angenehm ungezwungene Atmosphäre. „Wilsberg, eine Weihnachtsgeschichte“ lautete der Titel von Jürgen Kehrers Geschichte, bei der sich der Privatdetektiv eines Mordverdachts erwehren musste. Ein äußerst kurzweiliger Krimiabend fand damit seinen gelungenen Abschluss.


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