Singen und Tanzen in der Fabi 70 Kinder und 60 Erwachsene führen Weihnachtsmusical auf


Osnabrück. Nach nur einem Tag Probe führten am Sonntag 70 Kinder und 60 Erwachsene das Weihnachtsmusical „Ein Licht leuchtet auf“ in der Katholischen Familienbildungsstätte (Fabi) auf. Mit rund 300 Sängern, Tänzern und Zuschauern wurde es eng im großen Saal der Fabi. Doch die Stimmung war gut, und das Publikum von der Darbietung begeistert.

Bereits zum 22. Mal startete das Weihnachtsmusical-Projekt in der Fabi. Diesmal leitete Sabine Schmidt zusammen mit Andrea Grote und Mareike Loth sowie einem 13 weiteren jungen Betreuern das Projekt. Oliver Fietz war zudem für die Musik verantwortlich, und Ute Steffens von der Waldbühne Kloster Oesede für die Regie zuständig.

Jeder kann mitmachen

Auf der Bühne stand ein Chor, in dem 60 Erwachsene mitsangen, sowie insgesamt 70 Kinder zwischen drei und 14 Jahren. Am Tag zuvor hatten die Kinder in sieben Workshops sowie die Eltern und Großeltern im Chor-Workshop eine Musical-Variante der klassischen Weihnachtsgeschichte einstudiert. Das Stück heißt „Ein Licht leuchtet auf“, der Text ist von Rolf Krenzer und die Musik von Olivers Vater Siegfried Fietz. „Wir haben das Stück vor ungefähr zehn Jahren schon ein Mal aufgeführt“, erklärte Oliver Fietz, und Schmidt fügte hinzu: „Diesmal ist die Rollenverteilung sehr gut ausgekommen, da es auch für die ganz Kleinen Rollen gab.“ Außerdem freute sich Fietz: „Ich finde es besonders cool, dass zwei Betreuer mit Trommeln und ein Vater als guter Gitarrist spontan mitspielen.“ So würden die Sänger von einer „richtig rockigen Band“ begleitet, erklärte Fietz, der selbst Keyboard spielte.

Spielfreude und Zeit zum Spielen

Los ging es mit Fietz‘ Lieblingslied, dem Titelsong des Musicals. Als Engel verkündete Femke (9) kurz darauf Maria und Josef die Geburt Jesus. Jasper (10), Jona (9) und Noah (11) gehörten anschließend zu einer Gruppe marschierender Römer, die die Dringlichkeit des Aufrufs zur Volkszählung versinnbildlichten. „Das hat Spaß gemacht“, stellte Jasper nach seinem Auftritt fest, und Noah erklärte in Bezug auf den knappen Zeitplan: „Das war eigentlich alles nicht schwer zu lernen, und wir hatten zwischendurch auch noch genug Zeit zum Spielen.“

Für jeden ist etwas dabei

Währenddessen zogen Maria und Josef an Wolken, Bergen, Steinen und Dornenbüschen vorbei, die alle von jungen Darstellern gespielt wurden. Auch Sterne und Engel hatten ihren Auftritt sowie verschlafen Herbergsbesitzer mit Zipfelmützen. Wie in der biblischen Erzählung mussten Josef und Maria in einen Stall ausweichen, wo Maria Jesus gebar. Und natürlich kamen auch die Hirten und Heiligen Drei Könige zum Gratulieren. Zum Schluss mahnten die Kinder: „Ihr dürft nicht vergessen, was geschehen ist.“ Beim Finale sangen alle Darsteller noch einmal lautstark Fietzes Lieblingslied und freuten sich dann über den tosenden, lang anhaltenden Applaus.

Mitmachen, weil es Spaß macht

Karl (11), der den Josef gespielt hatte, spielte zum siebten Mal beim Weihnachtsmusical der Fabi mit. Er habe diesmal auch viel Text lernen müssen, das sei schwer gewesen. Auch Femke fand das Auswendiglernen des Testes am schwersten. Und was war das Beste? „Das Tollste ist, dass wir hier in so kurzer Zeit ein ganzes Theaterstück aufführen“, so die Neunjährige, während die Betreuerin Maria Thünker erklärte, warum sie mitmachte: „Das Musical stimmt einfach auf Weihnachten ein.“


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