Mit feinem Soul-Pop überzeugt Emerson Prime gewinnen „Rock in der Region“-Finale


                Premium abgeliefert: 
                Emerson Prime aus Hannover entschieden das Finale des „Rock in der Region“-Nachwuchswettbewerbs 2016 im Haus der Jugend für sich. Foto: Swaantje Hehmann Premium abgeliefert: Emerson Prime aus Hannover entschieden das Finale des „Rock in der Region“-Nachwuchswettbewerbs 2016 im Haus der Jugend für sich. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Fünf Bands traten beim „Rock in der Region“-Finale des Osnabrücker Musikbüros am Freitagabend im Haus der Jugend gegeneinander an. Zum Gewinner gekürt wurde am Ende das Quintett Emerson Prime, das mit funkigem Soul-Pop Jury und Publikum überzeugte.

Die Band um Sängerin und Songschreiberin Erika Emerson hatte sich bereits im Vorentscheid in Bad Essen klar gegenüber der Konkurrenz durchgesetzt. Der Frontfrau mit den britischen Wurzeln wurde von ihren vier Musikern ausreichend Raum gegeben, um ihre englischsprachigen Songs über die Liebe und das Leben mit kräftiger, dabei aber durchaus variabler Soul-Stimme eindringlich zu intonieren. Dass sämtliche Bandmitglieder aus ganz unterschiedlichen musikalischen Kontexten stammen, machte den besonderen Reiz des souveränen Stil-Mixes aus Soul-, Jazz-, Funk- und Hip-Hop-Elementen aus, der sich aber durchaus homogen zu einem gefällig entspannten, fein perlenden Pop-Konzept zusammenfügte - besonders prägnant bei der Live-Premiere des hymnisch-pathetischen Stückes „Leave Me Hanging“.

Metal-Band spaltet

Hängen gelassen wurden aber auch die vier anderen Bands, die sich für das Finale in weiteren Vorentscheiden in Bramsche, Georgsmarienhütte, Bad Essen und Osnabrück qualifiziert hatten, keineswegs. Auch sie waren bereits vorher Sieger und bekamen Preise für ihre Platzierungen. Uneins waren sich die rund 30-köpfige Fachjury und das Publikum bei ihrem Votum vor allem bei der Osnabrücker Metal-Formation The Bearing Sea, die nur knapp das Finalticket gelöst hatte. Ihr Ansatz, durch breitwandige Gitarrengewitter, Headbanging und sozialkritische Texte „die Welt zu einem besseren Ort zu machen“, bescherte den fünf tapferen Jungs insgesamt den zweiten Platz, obwohl sie in der Publikumsgunst Schlusslicht waren. In der Gesamtwertung landeten die Orts- und Genre-Kollegen von Enter Thy Mind auf dem fünften Platz.

Überraschend hatte sich auch das junge Alternative-Rock-Quartett Elli aus Rheine für das große Finale qualifiziert - und das sogar ohne Bass. Der war im gut besuchten Haus der Jugend aber wieder mit dabei und trug auch seinen Teil bei zu einem äußerst energiegeladenen, fesselnden Auftritt, bei dem Frontfrau und Sängerin Nicole Baans die eigenwillig strukturierten, spannungsreichen Songs mit kraftvoll charismatischer Stimme vortrug.

Zwischendurch Sonne

Dem Line-Up war es schließlich geschuldet, dass ausgerechnet zwischen den düsteren Klängen der beiden Metallarbeiter-Gruppen das Osnabrücker Quartett Jon Sun mit ihrem Namen entsprechend sonnigem, luftig-leichtem Sound für etwas Licht in der Dunkelheit sorgen durfte. Klirrende Gitarren, groovige Bassläufe und eingängige Melodien servierten die vier gut gelaunten Nachwuchsmusiker, die sich erst ganz am Schluss über eine Relegationsrunde im Ostbunker für das „Rock in der Region“-Finale qualifiziert hatten - und es dort immerhin auf das „Treppchen“ geschafft haben. So richtig die Post ab ging aber am Ende mit und für Emerson Prime. Neben 1000 Euro für die Bandkasse bekommt das siegreiche Quintett aus der Landeshauptstadt als Preis auch Auftritte beim nächsten Talge Open Air sowie beim Fairytale Festival 2017 im Osnabrücker Schlossinnenhof.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN