Landtagsabgeordnete stellen Anfrage Schleppt der Fürstenauer Wolf die afrikanische Schweinepest ein?

Einwanderer aus Polen: Hat der im November im Bereich bei Fürstenau nachgewiesene Wolf die afrikanische Schweinepest im Gepäck? Foto: Fotofalle Wilhelm QueckemeyerEinwanderer aus Polen: Hat der im November im Bereich bei Fürstenau nachgewiesene Wolf die afrikanische Schweinepest im Gepäck? Foto: Fotofalle Wilhelm Queckemeyer

Quakenbrück/Hannover. Schleppt der im November im Bereich bei Fürstenau nachgewiesene Wolf die afrikanische Schweinepest ein?

Der Wolf ist nach derzeitigen Erkenntnissen aus Polen übergesiedelt. Dort grassiert die Tierseuche, die bislang in der Bundesrepublik noch nicht nachgewiesen wurde. Besteht nun die Gefahr, dass dieser den Virus verbreiten kann? Diese Frage möchten die CDU-Landtagsabgeordneten Ernst-Ingolf Angermann, Martin Bäumer und Christian Calderone in einer kleinen Anfrage von der rot-grünen Landesregierung beantwortet haben.( Weiterlesen: Wolf aus Polen in Bippen nachgewiesen )

Hintergrund ist, dass das östliche Polen ein Ausbreitungsgebiet der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ist, von der auch Wildschweine betroffen sind. Die wiederum gehören zur Nahrung der Wölfe. Somit sei nicht auszuschließen, dass der im Raum Osnabrück nachgewiesene Wolf in Polen auch infizierte Wildschweine gerissen und gefressen hat. Die Seuche ist trotz ähnlicher Symptome nicht mit der klassischen Schweinepest verwand. Die afrikanische Schweinepest gilt als gefährliche Seuche und ist anzeigepflichtig.

Da es möglich sei, dass der zugewanderte Wolf auch im Landkreis Osnabrück Wildschweine reiße, bestehe die Gefahr, dass der Virus dann über Fuchs, Krähe und andere Nachnutzer verbreitet werde, Befürchten die drei Landtagsabgeordneten.

Deshalb fragen sie, wie die Landesregierung das Risiko der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest beurteilt. Auch interessiert sie, wie die Landesregierung angesichts der Viruseinschleppungsgefahr verfahren werde, wenn zukünftig vermehrt Wölfe von Polen nach Niedersachsen übersiedeln würden. ( Weiterlesen: Der Wolf ist zurück - Infos und Hintergründe unter www.noz.de/woelfe )

Ob Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung einer Einschleppung und Übertragung der Seuche durch Wölfe vorbereitet wurde, möchten Calderone, Bäumer und Angermann ebenfalls wissen. Schlussendlich haben Sie Interesse an der Frage, aus welchem Rudel in Polen der Wolf stammt, der im Raum Osnabrück nachgewiesen wurde.

Und wann ist mit einer Antwort zu rechnen? „Anfragen von Mitgliedern des Landtages hat die Landesregierung im Landtag und in seinen Ausschüssen nach bestem Wissen unverzüglich und vollständig zu beantworten“, heißt es in der niedersächsischen Verfassung.


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