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02.12.2016, 16:08 Uhr MEINUNG

NO2-Problem in Osnabrück: Beliebtheitswerte contra Verantwortung

Ein Kommentar von Jörg Sanders


Ein typisches Bild auf dem Wallring: Stau. Sind all diese Fahrten wirklich nötig? Foto: Jörn MartensEin typisches Bild auf dem Wallring: Stau. Sind all diese Fahrten wirklich nötig? Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Einige Politiker schieben dem Bund und den Verkehrsministern die Schuld für die hohen NO2-Werte zu: Waren sie es doch, die sich gegen die Blaue Plakette für schadstoffarme Dieselautos ausgesprochen hatten. Als Lokalpolitiker ist es aber ihre Aufgabe, lokal Maßnahmen zu ergreifen.

Allerdings ist das Auto des Deutschen liebstes Kind. Dabei vergessen, ignorieren oder verdrängen viele Autofahrer offenbar allzu gerne: Ihre Autos können uns alle krank machen, insbesondere Kinder. Doch die Liebe zum Auto oder zur Bequemlichkeit ist offenbar nicht selten größer. Dabei fordert niemand, Autos ganz aus der Stadt zu verbannen. Viel wäre bereits gewonnen, wenn es für die ungezählten unnötigen Fahrten einfach mal in der Garage stehen bliebe.

Da das in naher Zukunft wohl nicht in großem Stil passieren wird, sind die Lokalpolitiker gefragt, den Verkehr zu reduzieren. Damit würden sie sich zwar nicht gerade beliebt machen. Doch was ist ihnen wichtiger? Beliebtheitswerte oder die Gesundheit der Bürger und unserer Kinder?


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