Bebauungsplan am Blumenhaller Weg Zweite Bauzeile in der Wüste: Osnabrück macht den Weg frei

Von Rainer Lahmann-Lammert

Im Hinterhof ist noch Platz für zehn neue Wohnungen. Die Stadt stellt einen Bebauungsplan auf für diesen Abschnitt am Blumenhaller Weg. Foto: Lahmann-LammertIm Hinterhof ist noch Platz für zehn neue Wohnungen. Die Stadt stellt einen Bebauungsplan auf für diesen Abschnitt am Blumenhaller Weg. Foto: Lahmann-Lammert

Osnabrück. Manche Hinterhöfe bieten sich an für eine zweite Bauzeile. Solche Nachverdichtungen sind willkommen, seit die Stadt das Ziel verfolgt, 3000 neue Wohnungen bis zum Jahr 2020 zu schaffen. Etwa zehn Wohnungen könnten im rückwärtigen Bereich an der Ecke Blumenhaller Weg/Alfred-Delp-Straße entstehen.

Um den Bau der Wohnungen zu ermöglichen, will die Stadt den Bebauungsplan Nr. 120 (Wüst, Nordwest) aufstellen. Bis zum 16. Dezember findet dazu eine Bürgerbeteiligung statt. Das Quartier in der Wüste sei eine attraktive Wohnlage, sagt Franz Schürings, der Leiter des Fachbereichs Städtebau. Gemeinsam mit den Eigentümern der Grundstücke soll nun ein städtebauliches Konzept erarbeitet werden, das den Rahmen für den Bebauungsplan vorgibt.

In früheren Jahrzehnten war die Stadt weniger kooperativ, an solchen Stellen das Bauen in der zweiten Reihe zu gestatten. Allenfalls eine Betriebsleiterwohnung wäre unter bestimmten Auflagen zugelassen worden, meint der Stadtplaner Holger Clodius. Aber die Zeiten hätten sich geändert.

Der Bebauungsplan umfasst eine Gesamtfläche von 7300 qm. Einzelheiten für die künftige Bebauung seien noch nicht festgelegt, vermerken die Planer. Denkbar sei aber, dass auf den tiefen Grundstücken sogar eine dritte Zeile entstehen kann. Schürings und Clodius weisen darauf hin, dass nach der Abkehr von den früheren Grundsätzen nicht um jeden Preis gebaut werden solle. Ziel sei eine „städtebaulich behutsame Nachverdichtung“.

Bürgerbeteiligung: Bis zum 16. Dezember liegt der Bebauungsplan Nr. 120 (Wüste, Nordwest) im Fachbereich Städtebau, Hasemauer 1, Osnabrück, öffentlich aus. Im Internet informiert die Stadt unter www.osnabrueck.de. Während dieses Zeitraums besteht Gelegenheit, Stellungnahmen und Änderungsvorschläge schriftlich oder per Mail abzugeben, die den Planern und Politikern im weiteren Verfahren vorgelegt werden.