Explosives im Gerry Weber Stadion Stargeiger David Garrett bricht in Halle die Herzen seiner Fans

Von Tom Bullmann


Osnabrück. Mit seiner aktuellen Show „Explosive“ gastierte der Crossover-Violinist David Garrett im Gerry Weber Stadion in Halle. 6300 Zuschauer ließen sich von dem Geiger, seiner Band und der Neuen Philharmonie Frankfurt in den Bann schlagen.

Einfach sympathisch, dieser Geiger aus Aachen, der die Popwelt im Handstreich nahm. Lässig in Jeans und Jackett über dem T-Shirt steht Superstar David Garrett vor 6300 Fans, lächelt und lässt brandenden Applaus über sich ergehen. Auf einer runden, sich drehenden Bühne hat er seine fünfköpfige Band um sich versammelt, drumherum hat ein ausgewachsenes Sinfonieorchester Platz genommen. Zusammen brennen sie ein Feuerwerk der philharmonischen Popmusik ab – im wahrsten Sinne des Wortes. An markanten Stellen wird das Gerry Weber Stadion mit Pyroeffekten wie Sternfontänen und Feuerstößen illuminiert, derweil bisweilen ein sechsköpfiges Tanzensemble um die Musiker herumtanzt.

„Explosive“ heißt die neue Show

„Explosive“ heißt die neue Show, in der Garrett mit Franck van der Heijden, seinem musikalischen Direktor, einmal mehr eine abwechslungsreiche Mixtur aus Pop, Rock und Klassik präsentiert. Elektropop von David Guetta, Funk von Stevie Wonder, Rockpop von Coldplay, Klassik von Peter Tschaikowski und sogar ein von X Factor-Gewinnerin Edita Abdieski gesungenes Lied sorgen im Publikum für restlose Begeisterung. Sein außerordentlich virtuoses Violinenspiel kommt bei dem eigenen Stück „Furious“ besonders zur Geltung. Garretts Vorliebe für kräftige Rockmusik demonstriert er mit dem Gitarristen Franck in einem faszinierenden Duell, in dem Klassik und Rock hautnah aufeinanderprallen und Gänsehaut erzeugen.

Begeistertes Publikum

„Wir mögen gerade dieses Kontroverse, diese gelungene Mixtur aus Klassik, Pop und Rock“, meinen Sabrina und Bernd aus Borgholzhausen, die David Garrett zum ersten Mal live erleben. Dagegen ist Tina aus dem ostwestfälischen Marienfeld schon ein „alter Hase“: Zum fünften Mal sieht sie eine Live-Show des Stargeigers und sie ist wieder einmal komplett begeistert. „Er ist super, wie immer. Nur die wenig bekleideten Tänzerinnen hätte er sich sparen können“, ist ihr fachkundiger Kommentar.

Mit einer mitreißenden Version von John Miles Evergreen „Music“ beendet Garrett sein Konzert. Es ist sein Lebensmotto: „Music was my first love and it will be my last“. Danach entlässt das enthusiastische Publikum den Crossover-Violinisten natürlich nicht ohne Zugabe. Mit „One Moment In Time“ von Whitney Houston bricht er endgültig die Herzen seiner Fans, vor allem die der weiblichen.


0 Kommentare