Bertha-von-Suttner-Realschule Osnabrücker Schüler machen sich stark für Straßenkinder

Von Bastian Rabeneck


brab Osnabrück. Zum Aktionstag „Straßenkinder für einen Tag“ haben sich Sechstklässler von der Bertha-von-Suttner-Realschule für Kinder in Mosambik engagiert. Gegen eine Spende verteilten sie Selbstgebackenes und musizierten in der Innenstadt. Das Ergebnis: 571,92 Euro. Ein Betrag, den sich die Schüler hart erarbeiten mussten.

Wie schwer es ist, als Straßenkind an ein paar Euro zu kommen, mussten die Schüler am eigenen Leib erfahren. „Manche waren echt gemein und haben einen nicht mal angeschaut. Das hat uns traurig gemacht“, beschwert sich Yan-Luca. Lehrerin Juliane Ajineh, die die Gruppe betreut, ist froh, dass sich die Schüler von solchen Rückschlägen nicht haben entmutigen lassen. Auf alle Kinder habe sie sich ohne Probleme verlassen können.

Über jeden Euro gefreut

„Zuerst waren wir sehr schüchtern. Aber mit jeder Spende hat es mehr Spaß gemacht“, erzählt Melissa. Mit Bauchladen, Ukulele und Querflöte bewaffnet haben 18 Schüler auf die Situation von Straßenkindern in aller Welt aufmerksam gemacht. „Wir haben uns über jeden Euro gefreut“, sagt Angelina, die mit ihrer Dreiergruppe Muffins und Kuchen verteilt hat.

Die Schüler überlegen sich im Vorfeld selbst, was sie machen wollen. In den letzten Jahren gab es unter anderem Jongleure, Tänzer und eine Theatergruppe . „Symbolisch typische Arbeit, mit der sich Straßenkinder in armen Ländern ihr Überleben sichern“, sagt Ajineh. Der gesammelte Spendenbetrag geht in diesem Jahr an Straßenkinder in Mosambik.

Urkunde für Engagement

Für ihr Engagement bekamen die Schüler von Theresa Bode, Vertreterin des Kinderhilfswerks terre des homme, eine Urkunde verliehen. Die Realschule nimmt in diesem Jahr zum elften Mal an dem Aktionstag teil. Das Motto „Bertha für Straßenkinder“ haben sich die Schüler selbst ausgedacht. Bei einem gemeinsamen Brainstorming sammelten die Schüler im Anschluss Ideen, was beim nächsten Mal noch verbessert werden kann. „Ich würde gerne noch mehr Leute ansprechen, weiß aber oft nicht wie“, sagt Lilaw und möchte zu diesem Zweck ein paar Tipps haben. Außerdem soll die Sammelaktion nicht nur in der Innenstadt stattfinden, ist sich die Gruppe einig.

Seit 16 Jahren erinnert das Kinderhilfswerk mit dem Aktionstag an die Verabschiedung der Kinderrechtskonvention der UNO vom 20. November 1989. „Deutschlandweit nehmen ungefähr 100 Schulen an der Spendenaktion teil“, erklärt Bode. Damit sich die Schüler auch in die Situation der Straßenkinder hineinversetzen können, stellt das Hilfswerk Lehrmaterial zur Verfügung. Mit dem Material können sich die Schüler zum Beispiel über das Thema Kinderrechte informieren.


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