Kuschelkonzert mit Hymne Barclay James Harvest gastierte im Rosenhof

Von Tom Bullmann


Osnabrück. Die britische Band Barclay James Harvest in der Ausgabe von Gitarrist John Lees ließ die Fans im Osnabrücker Rosenhof in Nostalgie schwelgen.

Mit der Melodie von „Hymn“ im Ohr entließ die britische Band Barclay James Harvest ihre Fans in die Kälte der Nacht. Genauer gesagt war es John Lees´ Barclay James Harvest, die jetzt im Rosenhof gastierte, denn es gibt auch noch eine andere Ausgabe der Band: Barclay James Harvest featuring Les Holroyd. Grund ist ein Zerwürfnis der Gründungsmitglieder Lees und Holroyd, die nach der Trennung der Ur-Band 1998 getrennte Wege gingen und jeweils eine eigene Truppe gründeten.

Im Balladen-Modus

Jetzt war es mal wieder Gitarrist John Lees, der Osnabrück besuchte und hier das Ende seiner Deutschland-Tour zelebrierte – mit einem Kuschelkonzert. Zu den eingängigen Melodien, von singender Gitarre, sanften Schlagzeugbeats und flächigen Keyboardsounds schmiegten sich die Pärchen im Publikum aneinander, schmusten und wiegten sich im sinnlichen Sound. Nur selten verließen die Musiker den Balladen-Modus, um mit dynamischerem Artrock oder gar rockigen Songs Leben in die Bude zu bringen. „Cheap The Bullet“ war so ein Stück, bei dem das Tempo anzog, bevor man mit „North“, einer geradezu traurigen Ode an Lees´ Heimatstadt Oldham im Norden Englands wieder in ein ruhigeres Tempo verfiel.

Natürlich durfte schließlich das Lied „In Memory Of The Martyrs“ nicht im Programm fehlen, das Barclay James Harvest 1980 für die Menschen im Osten Deutschland vor dem Berliner Reichstagsgebäude gespielt hatte. Mit „Mocking Bird“ und der finalen „Hymn“ und ihrer unvergesslichen Melodie verabschiedeten sich John Lees´ Barclay James Harvest vom dankbaren Publikum.


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