Öffentliches Forum am Donnerstag Mobile Zukunft Osnabrück: Im Rathaus wird der Dialog gesucht

Von Rainer Lahmann-Lammert

Das Mobilitätsforum am Donnerstag ist erst der Anfang: Brigitte Strathmann und Joachim Kossow laden ins Rathaus ein.Foto: Lahmann-LammertDas Mobilitätsforum am Donnerstag ist erst der Anfang: Brigitte Strathmann und Joachim Kossow laden ins Rathaus ein.Foto: Lahmann-Lammert

Osnabrück. Busse fahren elektrisch, Autos vielleicht auch, Fahrräder und E-Bikes lassen sich überall sicher und trocken abstellen, Mobilpunkte erlauben den problemlosen Umstieg. Die mobile Zukunft Osnabrücks steht am 1. Dezember im Mittelpunkt einer interaktiven Veranstaltung im Rathaus.

„In Osnabrück fängt eine neue Ära an“, sagt Brigitte Strathmann aus dem Fachbereich Städtebau, die zusammen mit ihrem Kollegen Joachim Kossow von den Stadtwerken den Dialog zur mobilen Zukunft anstoßen will. Das junge, zweiköpfige Team hofft auf viele Teilnehmer, die am Donnerstag ihre Gedanken zum Stadtverkehr der kommenden Jahrzehnte einbringen wollen. Dabei soll die Vielzahl der Meinungen gegenübergestellt werden. Wer am 1. Dezember nicht ins Rathaus kommen kann, ist dennoch eingeladen, den Dialog weiterhin konstruktiv zu begleiten.

In der Verkehrspolitik gab es schon immer viele Berührungspunkte zwischen der Stadt und den Stadtwerken, mit dem Projekt „Mobile Zukunft“ haben beide Seiten nun einen gemeinsamen Weg eingeschlagen. „Der Nahverkehr wird elektrisch, digitaler und multimodaler“, sagt Joachim Kossow. Mobile Zukunft bedeutet für ihn, dass Busse beschleunigt, Verkehrsträger vernetzt und Kundenzahlen gesteigert werden. Aber eben auch, dass der Nahverkehr ergänzt wird durch das Carsharing und demnächst auch durch ein Fahrradverleihsystem.

Beim Mobilitätsforum geht es zwar um Nachhaltigkeit bei der Fortbewegung, Brigitte Strathmann betont aber: „Die Stadt will niemandem das Auto madig machen“. Es sei aber schon viel gewonnen, wenn sich jeder Nutzer frage, ob er nicht besser mit einem anderen Verkehrsmittel ans Ziel komme.

Eine wichtige Rolle schreiben die Veranstalter dem betrieblichen Mobilitätsmanagement zu. Ein Ziel ist es dabei, mit verbesserter Koordination und Anreizen Autofahrten überflüssig zu machen. So viel ist für Brigitte Strathmann aber auch klar: „Die Stadt sollte dabei eine Vorreiterrolle übernehmen!“