Facebook-Post gegen Gewalt Warum die Feuerwehr Osnabrück erklärt: „Wir sind keine Zombies“

Wenn Polizei und Rettungskräften Gewalt entgegenschlägt, werden Helfer zu Opfern. Die Feuerwehr Osnabrück bezieht dazu auf Facebook Stellung. Foto: AFPWenn Polizei und Rettungskräften Gewalt entgegenschlägt, werden Helfer zu Opfern. Die Feuerwehr Osnabrück bezieht dazu auf Facebook Stellung. Foto: AFP

Osnabrück. Wenn Polizei und Rettungskräften Gewalt entgegenschlägt, werden Helfer zu Opfern. Die Feuerwehr Osnabrück hat mit einem Eintrag auf Facebook auf die Gewalttaten der vergangenen Tage reagiert.

19 verletzte Polizisten innerhalb von fünf Tagen: In Sögel greift ein Reichsbürger sechs Polizisten mit Pfefferspray an, Falschparker verletzen in Düren zehn Beamte , in Salzgitter einen und in Krefeld zwei. Für die Feuerwehr Osnabrück Grund genug, auf das Problem der Gewalt gegen Rettungskräfte hinzuweisen. Auf Facebook veröffentlichte sie ein Foto mit dem Titel: „Wir sind keine Zombies – bitte behandelt uns nicht so!“

Damit wolle man das Thema wieder bei der Bevölkerung ins Bewusstsein rufen, sagte Jan Südmersen, Pressesprecher der Feuerwehr Osnabrück unserer Redaktion. Gewalt und Aggression gegen Rettungskräfte, und vor allem gegenüber der Polizei, hätten gefühlt zugenommen, so Südmersen.

„Traurige Entwicklung“

Zustimmung bekommt er von Mareike Kocar, Pressesprecherin der Polizei Osnabrück. „Wir kommen, um zu helfen, und werden dann noch angegangen. Das ist eine traurige Entwicklung“, sagte sie. Vor allem wenn Drogen im Spiel sind, käme es oft zu Problemen. Außerdem erinnerte Kocer daran, dass die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren ehrenamtlich aktiv seien – neben ihren 40-Stunden-Jobs.

Frage des Respekts

Für die Polizeisprecherin liegt der Kern allen Übels im gesunkenen Respekt gegenüber Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten. Eine Erinnerung, wie die der Feuerwehr Osnabrück auf Facebook, schade nie: „Die Hoffnung stirbt zuletzt – aber kann man Respekt lernen?“, fragt Kocar. (Weiterlesen: Angriffe auf Polizisten: Innenminister für härtere Strafen)


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