Deutschlandweit 23.000 Stellen betroffen Stellenabbau bei VW: Gewerkschafter sieht Osnabrück nicht bedroht

Von Sebastian Philipp


Osnabrück. Der Volkswagen-Standort Osnabrück kommt nach Ansicht des Osnabrücker IG Metall-Bevollmächtigen Stephan Soldanski möglicherweise um Einschnitte in der Belegschaft herum. Der Konzern hatte angekündigt, deutschlandweit rund 23.000 Stellen abbauen zu wollen.

VW-Management und Betriebsrat hatten entsprechende Pläne am Freitag in Wolfsburg der Öffentlichkeit präsentiert. Demnach sollen im Rahmen des „Zukunftspakts“ allein in Deutschland bis 2025 rund 23.000 Stellen wegfallen, weltweit sollen es 30.000 sein. Freilich: Konkrete Pläne, an welchen Standorten ein Stellenabbau vor sich gehen soll, gibt es offenbar noch nicht.

Soldanski ohne Sorgen für 2017

Stephan Soldanski als 1. Bevollmächtigter der IG Metall Osnabrück rechnet aktuell jedenfalls nicht mit kurzfristigen Auswirkungen auf das Osnabrücker VW-Werk: „Dagegen spricht die Auslastung aller Bereiche des Osnabrücker Standorts.“ Für das Jahr 2017 müsse sich daher kein Beschäftigter in Osnabrück Sorgen machen. Der Tiguan laufe blendend, die Verkaufszahlen des Modells seien stabil, so Soldanski. „Was allerdings nach dem Modellwechsel 2017/2018 passiert, muss sich zeigen. Bekommt Osnabrück wieder ein eigenes Modell? Das ist eine Frage, die in Zukunft geklärt werden muss.“ Gut ausgelastet mit dem Skoda Fabia sei momentan auch die Lackiererei. „Unter normalen Umständen mache ich mir aktuell daher keine Sorgen für das kommende Jahr“, so der Gewerkschafter.

Maßnahmen für Osnabrücker Werk

Auch der Sprecher des Osnabrücker VW-Werks äußerte sich auf Anfrage unserer Redaktion: „Wir werden jetzt Maßnahmen erarbeiten, die den Inhalten des Zukunftspaktss entsprechen und den Charakter des Osnabrücker Standorts als Kleinstandort widerspiegeln“, so Alexander Ott. Welche Maßnahmen das sein könnten, ließ er offen.


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