Erster Fall in Niedersachsen Wie rüstet sich der Osnabrücker Zoo gegen die Vogelgrippe?

Auch der Zoo Osnabrück ist von der Stallpflicht für Geflügel betroffen: Rund 75 Tiere dürfen ihre Ställe und Volieren momentan nicht verlassen. Die Flamingos können allerdings durch die Glasscheibe in ihrem Haus beobachtet werden. Foto: Carolin HlawatschAuch der Zoo Osnabrück ist von der Stallpflicht für Geflügel betroffen: Rund 75 Tiere dürfen ihre Ställe und Volieren momentan nicht verlassen. Die Flamingos können allerdings durch die Glasscheibe in ihrem Haus beobachtet werden. Foto: Carolin Hlawatsch

coa/sph Osnabrück. Die vom Veterinärdienst angesichts der Vogelgrippe-Fälle in Norddeutschland angeordnete Stallpflicht hat auch Auswirkungen auf den Osnabrücker Zoo: 75 Tiere müssen bis Ende Januar 2017 in ihren Ställen oder Volieren bleiben.

Nachdem die Vogelgrippe zunächst in Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg und jetzt auch im niedersächsischen Peine festgestellt worden war, hatte der Veterinärdienst für Stadt und Landkreis Osnabrück in der vergangenen Woche die sogenannte Aufstallung angeordnet. Konkret müssen seit dem 12. November und bis zum 31. Januar 2017 Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse entweder in geschlossenen Ställen oder in Schutzvorrichtungen gehalten werden, die gegen das Eindringen von Wildvögeln geschützt sind. Eine Stallpflicht hatte es zuvor bereits in den Kreisen Emsland, Vechta, Cloppenburg und in der Grafschaft Bentheim gegeben.

Auch der Zoo ist durch Stallpflicht betroffen

Auch der Osnabrücker Zoo ist von der Stallpflicht betroffen, wie Zoomitarbeiter Andreas Wulftange auf Anfrage unserer Redaktion mitteilt. Betroffene Tierarten müssen, ebenso wie es bei anderen Geflügelhaltern der Fall ist, ebenfalls in Ställe oder Volieren untergebracht werden, in denen sie keinen Kontakt zu Wildvögeln haben können. Im Zoo sind neben den vom Landkreis genannten Tieren auch Kraniche und Flamingos betroffen – insgesamt rund 75 Tiere. (Weiterlesen: Alles zur Vogelgrippe im NOZ-Themenportal.)

Nandus und Strauße nicht zu sehen

Aufgrund der Stallpflicht sind daher einige Zoobewohner momentan nur eingeschränkt für die Besucher sichtbar: Die Flamingos lassen sich durch die Scheiben in ihrem Haus beobachten, die Wachteln sind wie zuvor in der Mendozahalle zu sehen. Auch die Hühner sind in ihrem Haus zu sehen, die Pfeifenten in der Voliere neben der Schimpansenhalle. Anders sieht es bei den Straußen und den Nandus aus, die aktuell nicht für Besucher sichtbar sind.


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