Osnabrücker Dampflok 41052 Paten für Bauteile der Schinkel-Lok gesucht

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Osnabrück. Im Stellwerk auf dem Zechenbahnhof Piesberg ist jetzt die Fotoausstellung „Bauteile-Patenschaften für die Osnabrücker Dampflok 41052“eröffnet worden. Gleichzeitig präsentierten die Dampflokfreunde ihr renoviertes Stellwerk.

Die alte Dampflok mit der Nummer 41052, die bis 2001 noch an der Buerschen Straße im Schinkel stand und deshalb bis heute von vielen Osnabrückern „Schinkel-Lok“ genannt wird, wird von den Dampflokfreunden derzeit liebevoll wieder instand gesetzt. Ungezählte Stunden, Tausende Einzelteile und auch sehr viel Geld werden noch benötigt, damit die 1939 gebaute Lok eines Tages wieder in voller Pracht erstrahlt und vor allem auch fahrtüchtig auf die Schienen zurückkehren kann. Um die vielen Teile zu finanzieren, hat der Verein der Dampflokfreunde nun eine neue Idee der Unterstützung vorgestellt: Gesucht werden Bauteile-Paten.

In ihrem Stellwerksgebäude am Zechenbahnhof Piesberg zeigen die Dampflokfreunde noch bis Weihnachten in einer Ausstellung mit Bildern von Martin Laumeier einige der Teile, für die Paten gesucht werden, in Nahaufnahme. Aus gut 35.000 Einzelteilen besteht die alte Lok. Viele sind klein und unscheinbar, andere sind unübersehbar. Jedes einzelne aber muss allerdings in perfektem Zustand sein, damit die gut 160 Tonnen schwere Lok wieder Fahrt aufnehmen kann. Von A wie Achslagergehäuse bis Z wie Zylinderblock sind noch viele Teile zu haben. Dabei geht es schon bei 60 Euro los. Neun Baueile-Paten konnten die Dampflokfreunde schon gewinnen, 5000 Euro sind so zusammengekommen.

Auch ein Sandkasten wird benötigt

Ein Teil, das man eher nicht bei einer großen Lok erwartet, ist der Sandkasten. Um anfahren oder bremsen zu können, braucht die Lok Haftung auf den Schienen. Hierfür wird spezieller Quarzsand mit einem Borsig-Druckluftsandstreuer vor die Räder gestreut. Auch dieses wichtige Bauteil der 41052 sucht jetzt einen Paten und ist in der Ausstellung zu sehen.

Das Stellwerk diente bislang bei Veranstaltungen als Betriebsleitzentrale und war für Besucher nicht zugänglich. Nun ist die untere Etage für die Präsentation aktueller Projekte der Osnabrücker Dampflokfreunde hergerichtet. Das 1914 erbaute Einheitsstellwerk der preußischen Staatsbahn stand ursprünglich am Stahlwerk Georgsmarienhütte. 1990 sollte es abgerissen werden, wurde aber von Paul Prengel gerettet, abgebaut und am Zechenbahnhof wieder Stück für Stück aufgebaut. Viele Jahre lang war der untere Raum eine Art Abstellkammer, nun ist er renoviert.

Die Ausstellung ist bis zum 4. Advent an jedem Sonntagnachmittag von 14 bis 17 Uhr zu besichtigen. Die Osnabrücker Dampflokfreunde geben dann Interessierten Infos zum Projekt „Bauteile-Patenschaften“, zur Geschichte des Stellwerks und zu ihrer Vereinsarbeit. Der Zugang erfolgt von der Seite des Piesberger Gesellschaftshauses.


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