Gut angelegte Fördergelder Landschaftsverband besucht die Nackte Mühle in Osnabrück

Von Markus Strothmann

Nicht nur im Herbst eine grüne Oase in der Stadt: Der Lernstandort Nackte Mühle in Haste. Foto: Jörn MartensNicht nur im Herbst eine grüne Oase in der Stadt: Der Lernstandort Nackte Mühle in Haste. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Der Landschaftsverband Osnabrücker Land unterstützt seit dem Jahr 2000 die Entwicklung des Lernorts Nackte Mühle im Osnabrücker Stadtteil Haste. Jetzt besuchte das Fachgremium für Naturkunde, Landschaftspflege und Umweltschutz den Standort, um sich ein Bild von der dort geleisteten Arbeit zu machen.

Lisa Beerhues von der Lega-S-Jugendhilfe, seit 2014 Träger der Einrichtung, führte die Teilnehmer über das Gelände am Östringer Weg, zeigte ihnen unter anderem Dreschhaus, Mühlengarten und Sägemühle und lieferte einen Überblick über die bisherige Entwicklung und einen Ausblick auf die Projekte in der Zukunft.

Der Landschaftsverband hat bis jetzt rund 15.000 Euro für die Nackte Mühle bereitgestellt, etwa für Kinderbeteiligungsprojekte und die permakulturelle Entwicklung des Gartens. Acht feste Gruppen kommen regelmäßig vorbei, außerdem Schüler in Sozialtherapie und eine Gruppe unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge. „Was besseres kann man mit den Kindern gar nicht machen“, findet Lisa Beerhues.

Denkmalschutz ermöglicht Förderung

Auch während ihres Rundgangs trafen die Besucher nun auf eine kleine Schülergruppe bei der nachhaltigen Gartenarbeit, offensichtlich ganz in ihrem Element. Neben der pädagogischen Arbeit bietet der große Mühlengarten auch Platz für Ziegen und andere tierische Bewohner. „Wir bekommen hin und wieder einen Anruf vom Veterinäramt“, so Lega-S-Geschäftsführer Thomas Solbrig. So fanden schon einige Tiere, für die ein neues Zuhause gesucht wurde, eine Bleibe in Haste.

Wichtigste Voraussetzung dafür, dass der Landschaftsverband den Lernort Nackte Mühle unterstützen kann, ist laut den Verbandsstatuten der Denkmalschutz, unter dem die Anlage steht. „Wenn das hier nur ein normaler Hof ohne Denkmalschutz wäre, dürften wir nicht fördern“, berichtete Gabriele Janz vom Landschaftsverband. Sie betonte, dass die Förderung der Nackten Mühle dem Verband besonders am Herzen liege.

Umweltbildung ist wichtig

Den größten Anteil an der Förderung hat die Umweltbildung, aber der Verband stellt auch Mittel für die Denkmalpflege und die Instandsetzung der Mühlentechnik bereit. Insgesamt kommt man so auf einen Betrag deutlich über 20.000 Euro. „Wir fördern sonst überwiegend Künste, Heimatpflege und im Museumsbereich. Von dort kommen die meisten Anträge“, so Gabriele Janz, „wir möchten aber gern nach außen tragen, dass gerade auch solche Projekte zur Umweltbildung absolut förderungswürdig sind“.