Idee einer Studentin Osnabrücker Stadtplan für Flüchtlinge

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Sichtbares Ergebnis eines Praktikums: Die Studentin Anna Schwabe hat mit Unterstützung der Stadt Osnabrück und des Caritasverbandes einen Stadtplan für Geflüchtete erarbeitet. Die ersten Exemplare wurden aus Spendenmitteln vervielfältigt. Foto: Jörn MartensSichtbares Ergebnis eines Praktikums: Die Studentin Anna Schwabe hat mit Unterstützung der Stadt Osnabrück und des Caritasverbandes einen Stadtplan für Geflüchtete erarbeitet. Die ersten Exemplare wurden aus Spendenmitteln vervielfältigt. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Das nennt man ein wahrlich praxisbezogenes Praktikum. Die Studentin Anna Schwabe hat während eines Praktikums bei der Caritas-Flüchtlingssozialarbeit einen Stadtplan mit wichtigen Osnabrücker Anlaufstellen für Flüchtlinge entworfen.

Nun, ganz alleine hat sie es nicht gemacht, räumt die Studentin der Europäischen Studien ein. Der Fachbereich Geodaten der Stadt Osnabrück habe sie unterstützt.

Während der Beratung geflüchteter Menschen, an der sie teilnehmen konnte, war Anna Schwabe aufgefallen, dass den Ratsuchenden wegen der Sprachprobleme oft mühsam die Adressen von Ausländerbehörde, Exil, Volkshochschule oder arabischen Ärzten erläutert werden müssen. Zwar seien die meisten Flüchtlinge mit einem Smartphone unterwegs, auf dem bei Bedarf einzelne Ziele eingespeichert werden können. Der Stadtplan biete aber nun auf einen Blick 20 markante Punkte , dazu Hinweise auf Krankenhäuser, die Polizei, die beiden Bahnhöfe und den zentralen Neumarkt.

Fotos zur Orientierung

Um den Nutzern die Orientierung zu erleichtern, werden die nummerierten Anlaufpunkte auf der Rückseite des kleinen Stadtplans mit einem Foto dargestellt. Wer vor der Adresse steht, kann auch ohne Straße und Hausnummer sofort erkennen: Hier bin ich richtig.

Anna Schwabe wurde bei ihrer Arbeit von der Caritas-Fachbereichsleiterin Maren Wilmes und Flüchtlingssozialarbeiterin Melanie Kröger unterstützt. In verschiedenen Großstädten wie Berlin gebe es inzwischen Flüchtlingsstadtplane als App für das Smartphones, sagten sie bei der Vorstellung des Stadtplans. Auch die Stadt Osnabrück überlege inzwischen, eine solche App zu entwickeln.

Mappe angereichert

Bis dahin allerdings könne der Stadtplan vor allem in der täglichen Beratungsarbeit eine große Hilfe sein. Auch wenn sich die meisten Anlaufstellen mitten in der Stadt befinden, umfasst der Plan die Stadtteile, um den Geflüchteten den Weg von ihren Quartieren in die Stadt zu erleichtern. In die Mappe für Flüchtlinge, in der sie künftig alle ihre wichtigen Papiere sammeln, solle der Stadtplan ebenfalls eingelegt werden.


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