Höchstspannung in Osnabrück In Hellern bald 380 Kilovolt-Leitungen

Hochspannungsleitungen vor der Umrüstung von 220 Kilovolt auf 380 Kilovolt: Anwohner bleiben kritisch und sind besorgt. Foto/Archiv: Gert WestdörpHochspannungsleitungen vor der Umrüstung von 220 Kilovolt auf 380 Kilovolt: Anwohner bleiben kritisch und sind besorgt. Foto/Archiv: Gert Westdörp

Osnabrück. Höchstspannung durch Hellern: Die Umrüstung der Leitungen von 220 Kilovolt auf 380 Kilovolt ist auf dem Weg.

Wie Stadtbaurat Frank Otte im Bürgerforum Hellern mitteilte, hat die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr das Planfeststellungsverfahren für die Leitung von Westerkappeln nach Lüstringen abgeschlossen. Betreiber ist die Firma Amprion. Der Planfeststellungsbeschluss liegt bis Montag, 21. November, im Fachbereich Städtebau an der Hasemauer 1 im Dominikanerkloster aus. Im Internet ist er auf der Seite www.stadt-osnabrueck.de einzusehen.

Die Masten stehen, die Umbeseilungen folgen

Die Masten stehen, doch Leitungen werden teils ausgetauscht und anders angeordnet. Der Plan sieht vor, dass die bestehenden 110-Kilovolt-Leiterseile ersetzt werden durch 380-Kilovolt-Leiterseile. Die unteren 220-Kilovolt-Leiterseile bleiben erhalten, sollen jedoch künftig nur noch mit 110 Kilovolt betrieben werden.

„Die ganzen Einwände sind weggewischt worden“

Die Helleraner sind davon nicht begeistert – auch nicht von den bereits bestehenden Hochspannungsleitungen. Anwohner Ulrich Hasskamp ist – wie viele andere – der Überzeugung, dass Krebserkrankungen in der Nachbarschaft auf den Strom zurückzuführen sind. Ein Nachbar wies darauf hin, dass die Leitung sehr nah am Kindergarten vorbeiführt. Anwohner Rainer Foth meint: „Die ganzen Einwände sind weggewischt worden. Man spielt mit der Gesundheit der Bürger.“ Er schlägt vor, stattdessen Gleichstromleitungen unter den Autobahnen zu verlegen. Damit würden die Probleme entschärft.

Engagement in Bürgerinitiativen

Frank Otte stellte fest, dass die Stadt Einspruch gegen das Verfahren eingelegt habe, aber nichts unternehmen könne. Ratsherr Ulrich Hus (SPD), der die Sitzung leitete, empfahl den Helleranern, sich weiterhin in den Bürgerinitiativen zu engagieren.


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