Erinnerung wach halten Kranzniederlegung am Volkstrauertag in Osnabrück-Voxtrup

Von Markus Strothmann

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Osnabrück. Zum Gedenken an die Opfer beider Weltkriege legte der Bürgerverein Voxtrup auch in diesem Jahr am Ehrenmal einen Kranz nieder. Die Ansprache hielt Heinz Wilhelm Brockmann, Staatssekretär außer Dienst.

Das Bläserensemble Blech-Art eröffnete die Zeremonie musikalisch, zu der neben den Mitgliedern des Bürgervereins auch wieder eine Delegation der Freiwilligen Feuerwehr erschien. Der Ulf Jürgens vom Bürgerverein begrüßte die Gäste und übergab für die Ansprache an Heinz Wilhelm Brockmann.

„Bei der Erinnerung an Krieg, an Tote und Opfer werden gerade bei den Jüngeren zunehmend Stimmen laut, man wolle diese Erinnerungen nicht immer wieder durchleben“, sagte Heinz Wilhelm Brockmann. „Aber wir wollen sie wachhalten. Wir widersprechen der oberflächlichen Meinung, damit müsse irgendwann Schluss sein.“

„Dunkle Seiten aushalten“

Mit Blick auf die Toten des Zweiten Weltkrieges sagte Brockmann: „Zum Gedenken an sie gehört auch, dass sie im Dienst eines verbrecherischen Regimes starben.“ Falsches Pflichtbewusstsein habe viele in die Irre geführt.

Dunkle Seiten der deutschen Geschichte

In der deutschen Geschichte habe es große Namen gegeben, so Brockmann, aber auch dunkle Seiten: „Wir müssen beides aushalten.“ Ein Volk, das bestimmte Erinnerungen verdrängt, könne ebenso an der Seele erkranken, wie es einzelnen Menschen passieren kann, die traumatische Erlebnisse nicht aufarbeiten.

Ulf Jürgens und Heinz Wilhelm Brockmann nahmen Aufstellung vor dem Ehrenmal, während Mitglieder der Feuerwehr den Kranz niederlegten. Ulf Jürgens dankte den Gästen für ihr Kommen, die Zeremonie schloss mit Musik.


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