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Amtsgericht Osnabrück Tattoo missglückt? Frau klagt gegen einen Tätowierer aus Melle

Eine Bielefelderin klagt gegen einen Meller Tätowierer, weil die Tätowierung ihrer Ansicht nach nicht fachgerecht ausgeführt worden ist. Symbolbild: colourbox.deEine Bielefelderin klagt gegen einen Meller Tätowierer, weil die Tätowierung ihrer Ansicht nach nicht fachgerecht ausgeführt worden ist. Symbolbild: colourbox.de

ski/pm. Eine Bielefelderin klagt wegen Körperverletzung gegen einen Tätowierer aus Melle. In der Stadt gibt es mehrere Studios. Es geht um eine Tätowierung, die aus Sicht der Klägerin in einem der Studios nicht fachgerecht gestochen worden ist. Insgesamt fordert sie 1970 Euro von dem Beklagten.

Auslöser des Rechtsstreits ist das Motiv eines „Kolibris mit drei Blüten“, den sich die Klägerin auf die Schulter stechen ließ. Nach mehreren Sitzungen war die Frau mit der Tätowierung nicht einverstanden. Sie behauptet, bei dem Tattoo seien Stellen vergessen oder Farben geändert worden. Das teilt das Osnabrücker Amtsgericht in einer Prozessankündigung mit.

So seien im eigentlich grünen Bauch des Kolibris rote Stellen tätowiert worden. Das Tattoo ist nach Ansicht der Bielefelderin nicht fachgerecht gestochen worden und nicht von ihrer Einwilligung gedeckt gewesen, sodass es sich um eine Körperverletzung handele.

Ordnungsgemäß gestochen?

Der Tätowierer sieht das anders. Seiner Ansicht nach entspricht das Werk in jeder Hinsicht den Anforderungen an ein ordnungsgemäß gestochenes Tattoo.

Die Klägerin verlangt von dem Beklagten die Rückzahlung von 220 Euro, die das Tattoo gekostet habe sowie 750 Euro, die sie einem anderen Tätowierer bezahlt habe, um die Tätowierung zu überarbeiten. Der Beklagte wiederum wendet ein, dass es sich hierbei um eine vollkommen neue Tätowierung handele, für die er nicht aufzukommen habe.

Schadensersatz und Schmerzensgeld

Neben Schadensersatz beansprucht die Klägerin auch noch ein Schmerzensgeld, wobei sie einen Betrag in Höhe von mindestens 1000 Euro für angemessen hält.

Das Amtsgericht Osnabrück verhandelt am Mittwoch, 9. November um 8.30 Uhr in Saal 155 in einem Zivilverfahren über eine Schadensersatz- und Schmerzensgeldklage.


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