Kein Geld für Ticket Mann fährt auf Zugkupplung von Hilter nach Osnabrück

Von Sebastian Philipp

Ein 24-Jähriger ist nach Angaben der Bundespolizei am Donnerstag auf der Kupplung eines Regionalzuges von Hilter nach Osnabrück gefahren. Symbolfoto: Jörn MartensEin 24-Jähriger ist nach Angaben der Bundespolizei am Donnerstag auf der Kupplung eines Regionalzuges von Hilter nach Osnabrück gefahren. Symbolfoto: Jörn Martens

pm/sph Osnabrück. Ein 24-Jähriger ist nach Angaben der Bundespolizei am Donnerstag auf der Kupplung eines Regionalzuges von Hilter nach Osnabrück gefahren. Hintergrund: Der notorische Schwarzfahrer war vom Schaffner aus der Bahn geworfen worden, wollte seine Reise aber offenbar nicht verschieben.

Der 24-Jährige war in Hilter in einen Zug der Nordwestbahn gestiegen, ohne eine Fahrkarte zu haben oder genügend Bargeld dafür zu besitzen. Weil er dem Zugbegleiter wiederholt beim Schwarzfahren aufgefallen war, wurde der Mann laut Mitteilung der Bundespolizei von der Fahrt ausgeschlossen.

Auf die Kupplung geklettert

Der Mann ließ sich dadurch aber nicht von seinem Vorhaben abbringen, trotzdem mit dem Zug nach Osnabrück zu fahren. Er kletterte offenbar bei der Abfahrt des Zuges kurzerhand auf die hintere Kupplung des Triebwagens und fuhr außen auf der Nordwestbahn mit. Aus dem Zug heraus konnte der Mann vom Zugpersonal und den Reisenden nicht bemerkt werden.

20 Minuten mitgefahren

Erst als der Zug bereits kurz vor Osnabrück war, erreichte die Bundespolizei der Hinweis eines Passanten, dass ein Mann auf der Kupplung einer fahrenden Nordwestbahn sitzt. Bei Ankunft des Zuges im Hauptbahnhof war der Mann bereits mehr als 20 Minuten auf der Zugkupplung mitgefahren. Dabei fuhr der Zug auf dem zurückgelegten Streckenabschnitt mit bis zu 80 Kilometern pro Stunde. Der 24-Jährige stieg unverletzt von der Zugkupplung und zeigte sich überhaupt nicht einsichtig, als die Bundespolizisten ihn zu der lebensgefährlichen Fahrt befragten. Das Bundespolizeirevier in Osnabrück hat nach eigenen Angaben ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Warnung vor leichtsinnigen Aktionen

Die Bundespolizei warnt in einer Stellungnahme eindringlich vor solchen und ähnlichen leichtsinnigen Aktionen. Das Mitfahren auf und an Zügen berge eine tödliche Gefahr. Durch die Sogwirkung vorbeifahrender Züge und der hohen Geschwindigkeit können Personen leicht den Halt verlieren und von den Zügen gerissen werden.


0 Kommentare