Langjährige Zusammenarbeit Osnabrücker Thomas-Morus-Schüler helfen Straßenkindern

Von Markus Strothmann

Die 6B der Thomas-Morus-Schule war eine von vier Klassen, die von Werner Rosemeyer (l.) viel Wissenswertes über das Leben von Straßenkindern in Brasilien erfuhren. Foto: Markus StrothmannDie 6B der Thomas-Morus-Schule war eine von vier Klassen, die von Werner Rosemeyer (l.) viel Wissenswertes über das Leben von Straßenkindern in Brasilien erfuhren. Foto: Markus Strothmann

Osnabrück. Die Thomas-Morus-Schule spendet Einnahmen ihres Erntedankmarkts in Höhe von 2500 Euro an den Verein „Der Kleine Nazareno“, der Straßenkinder in Brasilien unterstützt. Schule und Verein arbeiten schon seit rund 20 Jahren zusammen.

Der Betrag fließt in ein Berufsausbildungszentrum für Straßenkinder und ihre Eltern, das der „Kleine Nazareno“ in der Großstadt Fortaleza betreibt. Um den Thomas-Morus-Schülern zu zeigen, für wen sie sich da eigentlich so engagieren, kam der Erste Vorsitzende des Vereins Werner Rosemeyer jetzt in den Unterricht. Er ist der Bruder des Vereinsgründers Bernd Rosemeyer, der in Brasilien seit vielen Jahren Straßenkinder betreut. Die Osnabrücker Schüler lernten viel darüber, wie die Kinder in Brasilien leben und was viele von ihnen tun müssen, um zu überleben.

Projekt „Kinder einer Welt“

Die Vorträge hielt Werner Rosemeyer in allen vier sechsten Klassen, als Bestandteil einer Projektwoche mit dem Thema „Kinder einer Welt“. Auch der ehemalige Lehrer der Thomas-Morus-Schule Toni Mellentin war dabei, der den „Kleinen Nazareno“ mit ins Leben gerufen hat.

Um beim Erntedankmarkt einen ordentlichen Gewinn zu erzielen, setzt die Thomas-Morus-Schule nicht nur auf die Ideen der Schüler, sondern nutzt auch die Talente der Eltern. „Ein Vater hat zum Beispiel mit seinem 3D-Drucker kleine, dreidimensionale Logos der Schule hergestellt“, erzählte Schulleiter Matthias Wocken. Viel Vorbereitung während der Unterrichtszeit sei für den Markt im Übrigen nicht notwendig: „Das sind alles Eigenproduktionen der Schüler und ihrer Eltern.“