„Canto Ostinato“ Performance mit Musik und Kunst im Osnabrücker „hase29“

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Ihre Hände lassen Kunst und Musik entstehen: Marion Alfing (oben links, danach im Uhrzeigersinn) mit den Pianisten Felix Janssen, Gleb Tchepki, Daria Bergen, Boy David Mackenroth und Künstlerin Eva Preckwinkel. Foto: Michael GründelIhre Hände lassen Kunst und Musik entstehen: Marion Alfing (oben links, danach im Uhrzeigersinn) mit den Pianisten Felix Janssen, Gleb Tchepki, Daria Bergen, Boy David Mackenroth und Künstlerin Eva Preckwinkel. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Musik und Kunst in Endlosschleife sind am Samstag im Kunstraum „hase29“ in Osnabrück zu erleben. Die Besucher können sich an der Entstehung einer Rauminstallation beteiligen.

Die einen machen die Musik, die anderen übersetzen sie in eine Rauminstallation: Unter dem Titel „Canto Ostinato“ ist am Samstag im Kunstraum „hase29“ Musik und Kunst in einer Endlosschleife zu erleben.

Sechs junge Pianisten aus Osnabrück und Münster, die meisten von ihnen noch Studierende, werden während dieser Zeit Simeon ten Holts „Canto Ostinato“ spielen. Die minimalistische Komposition lässt Musikern viel Freiheit. Der Niederländer hat über 100 Abschnitte komponiert, die sie beliebig oft wiederholen können. Die immer wiederkehrenden Motive reihen sich aneinander, überlagern sich und und lassen immer neue Variationen entstehen. „Es klingt nie gleich“, sagt Pianistin Daria Bergen, Absolventin des Instituts für Musik (IfM).

Das Stück kann mit verschiedenen Instrumenten gespielt werden. Im Kunstraum sitzen die Musiker an zwei Klavieren und wechseln sich stündlich ab.

Musik inspiriert Kunst

Die Künstlerinnen Eva Preckwinkel und Marion Alfing übersetzen die musikalischen Schleifen und Überlagerungen in ein physisches Gebilde. Sie lassen in den sechs Stunden eine Installation aus schwarzem Garn entstehen, die sich durch den ganzen Raum ausbreitet. Die Besucher können daran mitknüpfen, müssen es aber nicht. Genauso können sie auf Liegen und Stühlen Platz nehmen und das Raum-Klang-Gebilde auf sich wirken lassen. „Wir legen Häkelnadeln und Garn neben jeden Platz“, sagt Eva Preckwinkel. So kann auch jeder für sich etwas häkeln. Die Ergebnisse werden am Ende in die große Installation miteingebunden.

Mitmachen ist möglich

„Es ist das erste Mal, das wir im Kunstraum eine musikalische Performance veranstalten“. sagt Elisabeth Lumme , Vorsitzende der Gesellschaft für zeitgenössische Kunst Osnabrück (GZK). Die Besucher können kommen und gehen, wie sie wollen. „Sie sollen in die Atmosphäre einen künstlerischen Prozesses eintauchen können“, erklärt Elisabeth Lumme ein Ziel hinter der partizipatorischen Performance. Nur eines wäre schön: wenn niemand „Klackerschuhe“ tragen würden, um die Musik nicht zu stören, so Eva Preckwinkel.


„Canto Ostinato“: Samstag, 5. November, 11 bis 17 Uhr, „hase29“ (Hasestr. 29) in Osnabrück; Eintritt frei.

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