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80 Plätze ab 2015 Osnabrück kauft Limberg-Immobilie für neue Kita

Von Dietmar Kröger | 22.07.2014, 08:25 Uhr

Die Stadt ist auf einem guten Weg, hat das Ziel aber noch nicht erreicht. Das Ziel ist die flächendeckende Versorgung mit Kita- und Krippenplätzen. Hieran fehlt es derzeit insbesondere in den Stadtteilen Sonnenhügel und Dodesheide. Im ehemaligen Sanitätsgebäude der Briten auf dem Gelände der Limbergkaserne sollen nun voraussichtlich zwei neue Krippen- und zwei neue Kitagruppen geschaffen werden. Die Stadt hat die Immobilie für 162000 Euro erworben.

Etwa 80 Plätze für den Nachwuchs aus den nach wie vor wachsenden Stadtteilen soll die Kita bereitstellen. Ziel ist, den Umbau des Gebäudes zügig voranzutreiben. Zum einen, weil die Plätze dringend benötigt werden, zum anderen, weil mit der Realisierung auch Fördermittel verbunden sind.

Da der Schuh aber schon jetzt erheblich drückt, stellt die Stadt ab dem kommenden Kindergartenjahr eine Übergangslösung in einem anderen Gebäude am Limberg zur Verfügung. Nach den Sommerferien soll eine zweigruppige Einrichtung in Trägerschaft der evangelischen Jugendhilfe ans Netz gehen. Über die daraus resultierenden Kosten wird der Jugendhilfeausschuss in seiner nächsten Sitzung am Mittwoch, 23. Juli, entscheiden.

Die Räumlichkeiten wurden bis Anfang des Jahres – ebenfalls als Übergangslösung – durch die Kita der Thomasgemeinde genutzt. Diese hat ihre neue Kita an der Brandenburger Straße bezogen, sodass mit geringem Aufwand das Provisorium zunächst einmal weiter genutzt werden kann. Als dauerhafte Lösung eignet sich dieses Gebäude aufgrund seiner Größe und seines Zustandes aber nicht.

Mehr Potenzial bietet dagegen das ehemalige Briten-Krankenhaus, das noch innerhalb des Kasernengeländes, gleichzeitig aber gut erreichbar in unmittelbarer Nähe der angrenzenden Wohnbebauung liegt. In einer Eilentscheidung hatte der Verwaltungsausschuss dem Kauf des Gebäudes von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) zugestimmt. Die Eile war laut Verwaltungsvorlage notwendig geworden, weil die Inanspruchnahme von Fördermitteln an die Abwicklung des Vorhabens in einem bestimmten zeitlichen Rahmen gebunden ist. Bis zum Ende des Jahres müssen die Sanierungsarbeiten erledigt sein. Der Umbau zur Kindertagesstätte – geschätzte Kosten etwa eine Million Euro – sei hingegen nicht förderfähig. Diese Mittel sind laut Verwaltung bereits im Haushalt eingestellt.

Für die Kita wird lediglich das Erdgeschoss benötigt. Die frei bleibenden Flächen im Obergeschoss sollen, wahrscheinlich abzüglich etwa 80 Quadratmeter für die Infrastruktur für Mitarbeiter, vermietet werden. Wer Träger der neu entstehenden Kita wird, steht derzeit noch nicht fest. Die Jugendhilfe sei zunächst nur Träger der Übergangslösung, so Hermann Schwab, Fachbereichsleiter Kinder, Jugendliche und Familien. Läuft alles nach Plan, kann die neue Kita zum Kindergartenjahr 2015/2016 in Betrieb gehen.