Leben und arbeiten am Osnabrücker Limberg Nebelschwaden und Synthesizer: Band „Alphamay“ steht auf Elektro


Osnabrück. Henning Hammoor und Cris Frickenschmidt sind Mitglieder der Band Alphamay. In ihren Proberäumen auf der Kaserne am Limberg in Osnabrück arbeiten sie an neuer Musik. Bei einem Besuch verraten sie uns, warum sie gerne am Limberg proben und warum sie auf die Räumlichkeiten angewiesen sind.

Idyllisch sieht es aus, wenn man sich der Baracke Nummer 17 an der Limberg-Kaserne in Osnabrück nähert. Vögel zwitschern und an der Hauptstraße, die zu mehreren Baracken führt, geht ein Mann mit seinem Hund spazieren. Überhaupt ist es sehr

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Die Limberg-Kaserne

Am Limberg befand sich nach dem Zweiten Weltkrieg die größte von sechs Kasernen der Briten in Osnabrück. Vor der Nutzung der britischen Streitkräfte wurde die Militärfläche von den Teutowerken genutzt. Sie produzierten auf dem südlichen Hang Munition für die Wehrmacht. Rund zehn Millionen Patronen sollen Frauen und ausländische Zwangsarbeiter hier monatlich hergestellt haben. Nach dem Ende des Krieges bauten die britischen Streitkräfte die Fläche zur Kaserne um. Dabei entstanden 167 Gebäude, das Gelände erstreckte sich auf einer Länge von 1,2 Kilometern und einer Breite von 750 Metern. Die Militärfläche wurde von den Briten für logistische Zwecke genutzt. Auch Panzerwerkstätten und Garagen befanden sich am Limberg. Zudem diente die Kaserne als Zwischenstation für Soldaten, die in den Irak oder nach Afghanistan ausrückten. 2009 verließen die Briten das Gelände und übergaben es an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).

Heute finden sich auf dem 70 Hektar großen Gelände Künstler, Bands, Kleinunternehmer und Existenzgründer. Auch der Stadtsportbund hat hier seine Geschäftsstelle bezogen und die Feuerwehr trainiert auf der Kaserne für Einsätze. Die Mehrheit der Baracken und Garagen soll in naher Zukunft abgerissen werden, da die Bausubstanz als marode gilt. Ein Kunstrasenplatz, die neue Turnhalle, die Unteroffiziersmesse und die ehemalige Sanitätsstation sollen erhalten bleiben. Letztere wird zu einer Kindertagesstätte mit 80 Krippen- und Kita-Plätzen ausgebaut. Seit dem Abzug der britischen Truppen plant die Stadt die Neuausrichtung der grünen Fläche. Auf dem 118 Meter hohen Limberg sollen im nördlichen Teil Gewerbebetriebe und Dienstleister einziehen. Im südlichen Teil wünscht sich die Stadt eine Mischung aus Gewerbe, Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie Grünflächen.

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