Weltvegantag am 1. November Veganer demonstrieren in Osnabrück für Schutz von Tieren


Osnabrück. Zum ersten Mal haben Veganer in Osnabrück mit einer Demonstration für eine tierfreie Lebensweise geworben. Zum Weltvegantag erinnerten die Teilnehmer an den Schutz von Tieren und riefen dazu auf, die eigene Lebenseinstellung zu hinterfragen.

„Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass Tiere ein Recht auf Leben, Unversehrtheit und Freiheit haben und es keine Rechtfertigung gibt, ihnen diese Rechte abzusprechen“, sagt Simon Anhut vom Tierschutzverein Animal Rights Watch. Zusammen mit der Tierrechtsinitiative der Universität Osnabrück präsentierten der Veranstalter und die rund 30 Teilnehmer der Demo zahlreiche Gründe, sich für eine vegane Lebensweise zu entscheiden.

Zu diesen Gründen gehören ethische und ökologische Faktoren wie die Abholzung des Regenwaldes, die Verseuchung von Gewässern oder die Emission von Treibhausgasen, die durch die Haltung und Nutzung von Tieren entstehen. „Wir wollen dazu anregen, die eigene Lebensweise zu hinterfragen und sich mit den vielseitigen Gründen, die für den Veganismus sprechen, auseinanderzusetzen“, so Simon Anhut.

Schutz der Tiere steht im Vordergrund

Für den 25-jährigen Kai Seidel aus Ibbenbüren bietet die Demo zudem die Chance, anderen einen Denkanstoß zu geben und die Vorteile einer tierproduktfreien Ernährung zu präsentieren. „Veganismus ist förderlich für die Gesundheit des Körpers, Tiere und Umwelt. Veganismus ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen“, so der Aktivist. Mit Passanten in der Großen Straße unterhielt er sich über vegane Alternativen zu Milch, Käse und Wurst.

„Es wird sich nichts ändern, wenn Tiere nicht als Lebewesen, sondern als Nutztiere angesehen werden“, erklärte die 62-Jährige Petra Albrecht aus Neuenkirchen, die sich seit sieben Jahren ausschließlich vegan ernährt. Seit einer Dokumentation über die Schlachtung habe sie beschlossen, sich aktiv für den Schutz von Tieren einzusetzen und andere zu motivieren, vegan zu leben.

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