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Kontrollaktion von Polizei und Stadt Süßes oder Saures für Osnabrücks Radfahrer

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Osnabrück. Radfahrer am Osnabrücker Rosenplatz haben am Montagmorgen Süßes oder Saures bekommen – je nach ihrem Verhalten auf dem Drahtesel.

Von 10 bis 12 Uhr kontrollierte die Polizei das Verkehrsverhalten der Radfahrer – gemeinsam mit der Stadt Osnabrück. Radler, die sich korrekt verhielten und nicht etwa über den Gehweg abkürzten, bekamen eine Schokohexe, sagte Ulla Bauer, Radverkehrsbeauftragte der Stadt. Wer sich nicht regelkonform verhielt, bekam etwas Schelte von einem der beiden Polizeibeamten – und Saures von einem „Geist“. In diesem Fall ein extrem saures Kaugummi. 110 Radfahrer erreichte die Aktion – 35 davon waren auf dem Gehweg als „Geisterfahrer“ unterwegs.

Belehrung statt Strafe

Eine Bestrafung durch die Polizei blieb aus, der „pädagogische Zeigefinger“ unten, sagte Bauer. Vielmehr sei es darum gegangen, Radler für das richtige Verhalten zu sensibilisieren. Radfahrer, die etwa als Geisterfahrer auf dem Gehweg unterwegs sind, würden Fußgänger und auch sich selbst gefährden. Polizist Ralf Haars ergänzte: „Heute wollen wir aufklären.“

Mehrheit einsichtig

Die Zahl der Radfahrer war am Montagvormittag überschaubar. Dennoch hielten die Beamten einige an, die den Gehweg am Rosenplatz als Abkürzung genutzt hatten. Die meisten hätten sich einsichtig gezeigt, sagte Haars. „Dass es besser für die Gesundheit ist, bei Rot anzuhalten, wissen alle“, sagte der Polizist. Rund 80 Prozent der beobachteten Radfahrer hätten sich korrekt verhalten.

Ein angehaltener Radfahrer, der auf dem Gehweg gefahren war, habe nicht gewusst, dass er die Fläche beim Schäferbrunnen nicht befahren darf. Nach einer kurzen Belehrung durfte er weiterfahren. Und versicherte: „Beim nächsten Mal schiebe ich.“ Eine junge Dame, die ebenfalls auf dem Gehweg unterwegs gewesen war, sah ein: „Sie haben ja recht.“

Dankeschönaktion für Autofahrer

Die Aktion der Stadt Osnabrück ist Teil der Kampagne „Osnabrück sattelt auf“. Ende November soll es eine weitere Aktion geben – diesmal für Autofahrer „Wir beschenken dann Autofahrer, die den Schulterblick gemacht haben“, sagte Bauer. Auch bei dieser Aktion soll die Sensibilisierung statt Strafe im Vordergrund stehen.


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