300 Zuweisungen für Osnabrück Flüchtlinge ziehen in die Unterkunft am Limberg

In den ehemaligen Mannschaftsunterkünften der britischen Armee finden jetzt Flüchtlinge eine Unterkunft. Nach den ersten Plänen sollten dort 450 Plätze geschaffen werden. Die Zahl wurde auf 300 reduziert. Archivfoto: Gert WestdörpIn den ehemaligen Mannschaftsunterkünften der britischen Armee finden jetzt Flüchtlinge eine Unterkunft. Nach den ersten Plänen sollten dort 450 Plätze geschaffen werden. Die Zahl wurde auf 300 reduziert. Archivfoto: Gert Westdörp

Osnabrück. In die ehemalige Kaserne am Limberg ziehen in diesen Tagen die ersten 20 Flüchtlinge ein. Insgesamt wurde dort Platz für 300 Menschen geschaffen.

Nach Informationen der Stadt haben Geflüchtete aus dem Susan und Simbabwe ihre Zimmer bezogen. Die Stadt und die Johanniter betreuen gemeinsam die neue Unterkunft. Die Afrikaner sind die ersten von 300 Flüchtlingen, die Osnabrück bis März vom Land zugewiesen werden sollen.

Wohnblöcke instandgesetzt

Die ehemaligen Mannschaftsunterkünfte standen nach dem Abzug der britischen Streitkräfte mehrere Jahre leer. Für den Bezug durch Flüchtlinge wurden neun Wohnblöcke baulich und technisch instandgesetzt. Unter anderem wurden die Wasser- und Elektroinstallationen reaktiviert und eine Heizung eingebaut. Der Bund stellt der Stadt die Gebäude kostenlos zur Verfügung und finanziert auch die Investitionen für eine erneute Nutzung. Die Stadt muss lediglich die Betriebskosten zahlen.

150 Plätze weniger

Ursprünglich waren für den Limberg Unterkünfte für 450 Geflüchtete geplant. Noch Ende vergangenen Jahres gingen Schätzungen davon aus, dass auch in diesem Jahr bis zu eine Million Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Dann hätte das Land Niedersachsen rund 100000 Menschen auf die Kommunen verteilen müssen.

Planung für zwei Jahre

Durch den starken Rückgang der Flüchtlingszahlen hat sich in den vergangenen Monaten auch die Zahl der Zuweisungen für Osnabrück reduziert. Die derzeit aktuelle Zahl von 300 Menschen bis März könne sich jederzeit ändern, hieß es aus dem Presseamt. Nach der Planung soll die ehemalige Kaserne für zunächst zwei Jahre als Flüchtlingsunterkunft dienen.

Problematisch bleibt weiterhin die Unterbringung von geflüchteten Einzelpersonen und ganzen Familien, die ein Bleiberecht haben.


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