Parken im Stadtzentrum Kostenlose Parkplätze für Elektroautos in Osnabrück

Die Stadt Osnabrück hat jetzt an mehreren Standorten in der Innenstadt kostenlose Parkplätze speziell für Elektroautos eingerichtet. Hier auf der Möserstraße. Foto: Sebastian PhilippDie Stadt Osnabrück hat jetzt an mehreren Standorten in der Innenstadt kostenlose Parkplätze speziell für Elektroautos eingerichtet. Hier auf der Möserstraße. Foto: Sebastian Philipp

Osnabrück. Die Stadt Osnabrück hat jetzt an mehreren Standorten in der Innenstadt kostenlose Parkplätze speziell für Elektroautos eingerichtet. Das Vorhaben ist Teil des Stadtziels „Nachhaltige Mobilität“.

Besitzer eines Elektroautos können ab sofort in der Bierstraße, Lortzingstraße, am Altstadtbahnhof, in der Möserstraße, am Kollegienwall, am Marienhospital (Bischofstraße) und am Hauptbahnhof (Heinrich-Heine-Straße) ihr Fahrzeug zeitlich unbefristet und kostenlos abstellen. Außerdem gibt es nach Angaben der Stadtverwaltung Reservierungen an den schon vorhandenen Ladesäulen. Im Stadtgebiet befinden sich insgesamt 17 öffentliche Ladestandorte, die die Stadtwerke mit mittlerweile mehr als vierzig Ladepunkten versehen haben.

Vorrechte für Elektrofahrzeuge

Hintergrund der Maßnahme ist ein strategisches Ziel der Stadt mit dem Titel „Nachhaltige Mobilität“. Politik und Verwaltung haben sich damit auf die Fahnen geschrieben, umweltfreundliche Formen der Mobilität zu fördern und zu unterstützen. Weil der Bund im Elektromobilitätsgesetzt (EmoG) Vorrechte für Elektrofahrzeuge geregelt hat, sind der Stadt nun mehr Möglichkeiten zugefallen, Vorteile für strombetriebene Fahrzeuge zu schaffen. Bislang war es der Stadt beispielsweise unmöglich, die Parkplätze an Ladesäulen im öffentlichen Raum nur für Elektrofahrzeuge auszuweisen. Eine solche Einschränkung war auf private Flächen begrenzt. Mit dem EmoG hat der Gesetzgeber die Grundlage geschaffen, rein benzin- oder dieselgetriebene Autos von diesen Stellplätzen zu verbannen.

Mehrere weitere Schritte folgen

Ein weiteres Novum ist die Möglichkeit, Parkplätze nur für Elektrofahrzeuge zu schaffen – so wie es die Stadt jetzt umsetzt. Elektrofahrzeuge mit besonderer Kennzeichnung (zum Beispiel mit dem „E“ auf dem Kennzeichen) dürfen diese Parkplätze kostenfrei und unbefristet nutzen. In weiteren Schritten, die in den kommenden Wochen umgesetzt werden, soll es eine kostenfreie Nutzung von Parkplätzen in der zentralen Innenstadt, für die üblicherweise ein Parkschein zu ziehen ist, für Elektrofahrzeuge für drei Stunden (Nachweis über Parkscheibe) geben. Außerdem sollen die Bewohnerparkgebiete, die als Parkraumbewirtschaftungszone eingerichtet worden sind, für zehn Stunden (Nachweis ebenfalls über Parkscheibe) mit Elektroautos kostenfrei nutzbar sein.


Kennzeichnung von Elektrofahrzeugen mit dem Zusatz „E“:

Um die Vorteile für Elektrofahrzeuge nutzen zu können, müssen die Autos besonders gekennzeichnet sein. Dies erfolgt auf Antrag des Fahrzeughalters bei der zuständigen Kraftfahrzeugzulassungs-Behörde und wird für in Deutschland zugelassene Fahrzeuge mit dem Kennbuchstaben „E“ am Ende des Kfz-Kennzeichens verdeutlicht. Zudem wird ein entsprechender Vermerk in die Zulassungsunterlagen aufgenommen. Für Fahrzeuge, die im Ausland zugelassen worden sind, kann auf Antrag eine blaue Plakette zugeteilt werden, die an der Rückseite des Fahrzeugs gut sichtbar zu befestigen ist. Die Ausgabe der blauen Plakette erfolgt bei einer vom Antragsteller aufgesuchten Zulassungsbehörde in Deutschland.

Welche Fahrzeuge können vom Elektromobilitätsgesetz (EmoG) profitieren?

Die Vorteile durch das EmoG können reine Batterieelektrofahrzeuge, bestimmte, von außen aufladbare Hybridelektrofahrzeuge und Brennstoffzellenfahrzeuge nutzen. Bei den Hybridelektrofahrzeugen sind die Voraussetzungen im Gesetz konkretisiert worden: Insbesondere muss die rein elektrisch zurückzulegende Reichweite mindestens 30 Kilometer betragen. Ab dem 1. Januar 2018 erhöht sich die Reichweitenanforderung auf mindestens 40 Kilometer.

Wo sind die Parkplätze für Elektrofahrzeuge zu finden?

Die Beschilderungen erfolgen zurzeit. Die Parkplätze für Elektrofahrzeuge sind spätestens ab Mitte Oktober in der Bierstraße, Lortzingstraße, am Altstadtbahnhof, in der Möserstraße, am Kollegienwall, am Marienhospital (Bischofstraße) und am Hauptbahnhof (Heinrich-Heine-Straße) zu finden. Außerdem gibt es Reservierungen an den schon vorhandenen Ladesäulen. Im Stadtgebiet befinden sich insgesamt 17 öffentliche Ladestandorte, die die Stadtwerke mit mittlerweile mehr als vierzig Ladepunkten versehen haben.

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