„Friede, Freiheit, Heimat“ Große Vielfalt beim 34. Konzert der Osnabrücker Chöre

Von Frederik Tebbe


Osnabrück. Zum 34. Mal fand Sonntagnachmittag das Herbstkonzert der Osnabrücker Chöre unter dem Motto „Friede, Freiheit, Heimat“ in der Osnabrück-Halle statt. Die zahlreichen Besucher erwartete im Europasaal ein abwechslungsreicher Einblick in die Arbeit einiger Gesangsgruppen aus Osnabrück und Umgebung.

Insgesamt acht Chöre hatte die Sängerkreisgruppe Osnabrück-Stadt eingeladen. Es ist die 34. Auflage des regelmäßig im Herbst stattfindenden Konzerts, dessen Einnahmen zu karitativen Zwecken verwendet werden – so gehen die Erlöse 2016 an den multikulturellen Chor „Wir in Atter“.

Der „Abseits-Chor“, der in erster Linie aus Besuchern der Tageswohnung für Obdachlose und deren ehrenamtlichen Mitarbeitern besteht, eröffnete das Programm mit dem Nena-Song „Wunder geschehen“ und der von Abseits-Redakteur Thomas Kater und Chorleiter Markus Strothmann ersonnenen Eigenkomposition „Gib nicht auf“.

Lied aus der Ukrainie

Aus der Sängerkreisgruppe Osnabrück-Stadt traten der Gesangsverein „Sängerlust“ Osnabrück-Pye, der Männerchor Osnabrück-Gretesch, das Ensemble Romantik und der Männerchor Lechtingen aus Wallenhorst auf. Die Mitglieder des Ensembles Romantik stammten aus Ländern der ehemaligen Sowjetunion und hatte entsprechend mit „Dämmerung der Liebe“ ein ursprünglich ukrainisches Lied im Programm. Die Männerchöre aus Lechtingen und Gretesch sorgten außerdem für das erste kooperative Stück des Abends, als sie gemeinsam mit dem Gastchor aus Senden-Bösensell „Wir sind Menschen einer Erde“ vortrugen.

Außer dem westfälischen Chor waren auch der Popchor Wagenfeld und der gemischte Chor Harderberg als Musikgruppen jenseits der Sängerkreisgruppe Osnabrück-Stadt als Gäste geladen, die für besondere Akzente im Programm sorgten: Der Popchor aus Wagenfeld interpretierte zum Beispiel Songs von Andreas Bourani, Unheilig und Phil Collins, die Westfalen intonierten heimatverbunden das „Westfaolenleed“ und die Harderberger sorgten mit „You Raise Me Up“ für einen dramaturgischen Höhepunkt kurz vor Konzertende, der nur noch vom Abschluss des Konzerts selbst übertroffen wurde: Hier versammelten sich alle Chöre gemeinsam auf der Bühne, um zusammen mit dem Publikum „Freude, schöner Götterfunken“ zu singen.

Freiheits- und Friedenslieder

Das Konzert war dem Themenkomplex „Friede, Freiheit, Heimat“ gewidmet und darum ging es entsprechend auch in den meisten Liedern der auftretenden Chöre. So sang der Popchor Wagenfeld etwa Michael Jacksons „Earth Song“, das Ensemble Romantik das Volkslied „Die Gedanken sind frei“, der gemischte Chor Harderberg den Westernhagen-Klassiker „Freiheit“ oder der Männerchor Senden-Bösensell die Lorenz Maierhofer-Komposition „Daheim ist“.

Im Grunde traten sogar neun Chöre auf: Den Auftakt der zweiten Programmhälfte durften nach der Pause die jüngsten Sänger und Sängerinnen des Tages machen. Die Schüler der vierten Klasse der Grundschule Sutthausen gingen auf Steckenpferden über die Bühne und stimmten das „Lied der Steckenpferdreiter“ an, das rund um den 25. Oktober traditionell an den Westfälischen Frieden erinnert – und natürlich bekamen sie zum Lohn auch stilecht vom ebenfalls anwesenden Oberbürgermeister Wolfgang Griesert Brezeln überreicht.