Design und Mode Erste ökologische Meile im Schloss Osnabrück

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Osnabrück . 40 Aussteller zeigten am Sonntag im Schloss Osnabrück auf der ersten ökologischen Erlebnismeile „Creativ(e) Gestalten“ Handgemachtes, Widerverwertetes, Design und Mode. Viele Besucher waren begeistert.

Als sich Punkt elf Uhr die Türen im Erdgeschoss des Schlosses öffneten, war der Andrang schon groß. Schnell füllten sich Vorraum und die beiden angrenzenden Säle. Am Stand von Margot Peters aus Wagenfeld hingen niedliche Kleider für große und kleine Leute, bunte Beanies und Mützen aus Alpakawolle. „Vor etwa drei Jahren habe ich mit dem Stricken begonnen und so meine Liebe zur Handarbeit entdeckt“, sagte Peters. Ziemlich schnell sei dann auch das Nähen dazu gekommen. „Ich mache einfache Hängekleider ganz ohne Reisverschlüsse“, erklärte sie.

Rund um die Welt

Textile Accessoires „around the world“ bot Sitha Schillmöller an. „Ich verkaufe unter anderem Taschen, in denen ich Details unterschiedlicher Städte verarbeitet habe“, erklärte die Osnabrückerin. Von Paris über London bis New York sei alles dabei. Ihre handgefertigten Unikate stelle sie aus gebrauchten Materialien her. „Upcycling“, also das Aufwerten von Abfallprodukten oder nutzlosen Stoffen, sei bei ihrer Arbeit besonders wichtig. „Ob gebrauchter Denim oder alte Bettwäsche, bei mir gibt es keinen Abfall. Das ist mein oberstes Credo“, betonte sie.

Bunt und gemütlich

„Die Erlebnismeile ist toll. Bunt und gemütlich“, meinten Claudia und Thomas Köhne, die mit ihrer Familie den Vormittag dort verbrachten. Besonders schön sei das tolle Ambiente. „Und es gibt hier auch noch was anderes als Klamotten. Das freut mich“, sagte Thomas Köhne lachend. Besonders gut fand die Familie die Idee, Nachhaltigkeit und ökologische Gedanken mit ansprechendem Design zu verbinden.

Lieblingsbücher ganz anders

Eng gedrängt standen die Besucher um den Stand der Lieblingsbuchmacher. Alte Buchrücken von Hanni und Nanni über Pucki und die Fünf Freunde bis hin zu den Drei ??? gab es dort umfunktioniert zu Notiz-, Telefon- und Tagebüchern oder Kalendern, Speisekarten oder Fotoalben zu kaufen. „Das ist echt ne coole Idee“, meinten zwei junge Frauen, die sich intensiv mit den verschiedenen Modellen beschäftigten.

An den Tischen der Fachschaft „textiles Gestalten“ der Uni Osnabrück zeigten die Studentinnen Anna Klinar und Lara Schöer, wie man mit einfachen Mitteln Knöpfe verziert. Catrin Adam und Lesley-Ann Baldwin boten mit Siebdruck gestaltete Jutebeutel an.

Schmuck aus italienischem Glas

Handgemachten Schmuck oder fein veredeltes Besteck aus italienischem Murano-Glas verkaufte Astrid Ottermann. Auf die Idee, Schmuck zu gestalten sei sie in einem verregneten Urlaub gekommen. „Die Glasstangen, mein Rohmaterial, werden bei 1200 Grad geschmolzen und dann forme ich daraus die verschiedenen Schmuckstücke“, erklärte sie. Trotz des empfindlichen Materials seien die Stücke sehr robust. Aber: „Natürlich darf man die Ringe nicht auf einen Betonboden fallen lassen.“

Kunst selbst gestalten

Weniger wuselig war es an den Workshop-Tischen. Die Musik und Kunstschule der Stadt Osnabrück wollte Besucher inspirieren, über Pappen, Klebeband, Nadel, Faden, Köpfe und Farben ihre Kreativität zu entfalten. Am Stand des Vereins für Ökologie und Umweltbildung, der für den Wettbewerb „Klima Stadt“ warb, gestaltete die zwölfjährige Laila ganz in Ruhe verschiedene Holzanhänger. „Ich finde es hier echt schön“, sagte das junge Mädchen. Sie habe schon viele Anregungen für ihre eigenen Handarbeiten sammeln können.


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