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29-Jähriger in Gewahrsam Tötung in Osnabrück: Mutmaßlicher Täter kommt aus dem Landkreis


nibu/jan/sdo/pm Osnabrück. Der Mann, der in Verdacht steht, am Samstag einen 51-jährigen Osnabrücker in der Weststadt getötet zu haben, ist 29 Jahre alt und kommt aus dem Landkreis Osnabrück. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntagmittag mit.

Die Obduktion des 51-jährigen Opfers habe ergeben, dass der Osnabrücker an den Folgen von Gewalteinwirkung gegen den Oberkörper gestorben sei. Die Tat ereignete sich im Zuge eines Streits zwischen mehreren Personen am frühen Samstagmorgen in einem Mehrfamilienhaus am Prießnitzhof, der vom Blumenhaller Weg abzweigt. Dabei wurde außerdem ein 39 Jahre alter Osnabrücker schwer verletzt. Sein Zustand sei mittlerweile stabil, heißt es in der Pressemitteilung. Den 29-jährigen Tatverdächtigen konnte die Polizei nach Einleitung der Fahndung am frühen Samstagmorgen festnehmen. Er wurde dem Haftrichter vorgeführt und befindet sich nun in Gewahrsam.

Dramatische Szenen

In der Wohnung am Prießnitzhof müssen sich dramatische Szenen abgespielt haben. Der 39-jährige Schwerverletzte konnte nach der Gewalttat nach draußen flüchten und brach schließlich auf der Straße zusammen. Er muss stark geblutet haben. Auf dem Bürgersteig und an den Häuserwänden waren bis zum Blumenhaller Weg zahlreiche Blutspuren zu finden, die am Samstagvormittag beseitigt wurden. Der Mann wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht und konnte zunächst nicht vernommen werden.

51-Jähriger in der Wohnung gestorben

Polizei und Staatsanwaltschaft gaben in einer gemeinsamen Pressemitteilung erste Einzelheiten zum Tötungsdelikt bekannt. Fest steht, dass die Auseinandersetzung in dem Mehrfamilienhaus in der Nacht auf Samstag um kurz nach Mitternacht ihren Verlauf genommen hat und dann eskaliert ist. Wie viele Personen genau daran beteiligt waren, blieb auch am Sonntag unklar. Der 51-Jährige erlag seinen Verletzungen in der Wohnung. Zu weiteren Hintergründen und dem Hergang der Bluttat ist bislang nichts bekannt. Aus ermittlungstechnischen Gründen erteilte die Staatsanwaltschaft dazu auch am Sonntag keine weitere Auskunft.

In der Nacht auf Samstag war der Tatort am Prießnitzhof abgesperrt. Bis zum Samstagvormittag waren die Spurensicherung und das Technische Hilfswerk im Einsatz.

Polizei sucht Zeugen

„Wir warten jetzt das Spurenbild ab“, sagte Alexander Retemeyer, Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück, am Sonntagnachmittag im Gespräch mit unserer Redaktion. Zudem werde abgewartet, ob sich der mutmaßliche Täter zu der Tat äußert und was die Zeugenvernehmungen ergeben. Eine Mordkommission wurde eingerichtet. Die Polizei sucht weiter Zeugen, die Angaben im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt machen können. Sachdienliche Hinweise werden unter Telefon 0541/327-2115 entgegengenommen.


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