Mit Licht neue Ecken entdecken Erstmals Lichtkunstfestival im Botanischen Garten

Fremd und schön: Ein Motiv von „Shining Gap, Festival für Lichtkunst im Botanischen Garten“.Foto: Hermann PentermannFremd und schön: Ein Motiv von „Shining Gap, Festival für Lichtkunst im Botanischen Garten“.Foto: Hermann Pentermann 

Osnabrück. „Shining Gap | Festival für Lichtkunst“ heißt ein neues Veranstaltungsformat, das den Botanischen Garten an diesem Wochenende unter dem Motto „Exploring New Sapces“ in ein ungewohntes Licht hüllt.

Ein gigantisches Auge im Kaleidoskop-Format betrachtet den Besucher, dann taucht ein merkwürdiges Gewächshaus aus dem Dunklen auf, während an anderer Stelle Buchstaben über einen begrünten Hügel hüpfen. (Weiterlesen: Erstmals Lichtkunstfestival im Botanischen Garten)

Ein ganz besonderes Erlebnis kann man bei Einbruch der Dunkelheit an diesem Wochenende im Botanischen Garten haben, der normalerweise nur tagsüber geöffnet ist. „Shining_Gap | Festival für Lichtkunst“ nennt sich die Veranstaltung, die das Areal am Westerberg in ganz neuem Licht erscheinen lässt. Elf Lichtkünstler hat Tim Roßberg, Ideengeber und Künstlerischer Leiter des Festivals, eingeladen, um ihre Ideen in ungewohnter Umgebung umzusetzen.

Gefördert von der Sparkassenstiftung, dem Landschaftsverband Osnabrücker Land und der Herrenteichslaischaft sowie unterstützt vom Fachbereich Kultur der Stadt Osnabrück setzt Roßberg ein Konzept um, das er offenbar schon länger in der Schublade liegen hatte, bevor er jetzt die Realisierung anging. „Die Lichtkunst scheint zur Kernkompetenz der Region zu werden“ erklärt Patricia Mersinger, Leiterin des Fachbereichs Kultur, während der Vorstellung des Projekts.

Sie verweist damit auf die „Lichtsicht Biennale“ in Bad Rothenfelde, auf die Outdoor-Projektionen von „Lichte Momente“ in der Altstadt sowie Licht- und Laser-Aktionen im Rahmen der Kulturnacht oder des European Media Art Festival s.

„Mit dem Festival können sicherlich viele junge Leute motiviert werden, sich mit Kunst zu beschäftigen“, ist Nancy Plassmann von der Sparkassenstiftung überzeugt, die das Projekt mit 10 000 Euro unterstützt. Dafür wird flankierend das Berliner Carré, das Sparkassen-Hochhaus am Berliner Platz, von Tim Roßberg illuminiert.

Außerdem fährt ein von innen beleuchteter weißer Bus der Stadtwerke durch die Stadt, um auf das Lichtkunst-Festival aufmerksam zu machen. Aber Vorsicht: Einstieg verboten! Der Bus dient nur dem Marketing. Als Veranstalter konnte Roßberg die Gesellschaft für Zeitgenössische Kunst e. V. gewinnen.


Botanischer Garten Osnabrück (Albrechtstraße 23): „Shining Gap | Festival für Lichtkunst“. Projektionen und Installationen von Nikola Dicke, Irina und Marina Fabrizius, Victoria Gentsch, Constantin Hartenstein, Sigrid Sandmann, Lisa Weber und Markus Walenzyk, Clemens Behr, Andreas Gehlen, Simon Weckert sowie Oleg Yushko. 20. Oktober bis 23. Oktober, 18 bis 23.30 Uhr. Zutritt nur über den Eingang Albrechtstraße. Tickets bei der Tourist Information Osnabrück und an der Abendkasse.

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