Start des Wintersemesters Uni Osnabrück begrüßt 4300 Erstsemester

Von Nina Strakeljahn


nst Osnabrück. Die Universität Osnabrück hat am Mittwoch etwa 4300 Erstsemester in der Osnabrück-Halle begrüßt. Uni-Präsident Professor Wolfgang Lücke kritisierte in seiner Rede die Öffnung des Neumarktes.

Mit den 4300 Erstsemestern hat die Universität Osnabrück nun insgesamt gut 14.100 Studierende . „Ich freue mich, dass wir so viel Zulauf haben“, sagte Universitätspräsident Professor Wolfgang Lücke in seiner Rede. „Ich hoffe, dass wir das erhalten können.“ Von den Studierenden im ersten Semester sind 60 Prozent weiblich, ergänzte er.

Lücke betonte ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit der Stadt. Gleichzeitig kritisierte er sie jedoch scharf für die erneute, wenn auch nur vorübergehende Öffnung des Neumarktes . Der Neue Graben sei eine „Autobahn“ und eine „Rennstrecke vor dem Schloss“, die die Studierenden überschreiten müssten. Das sei etwas, „was ich der Stadt übel nehme“, sagte er. Zudem habe man auch nicht an die vielen Fahrradfahrer gedacht. Er habe mehr Rücksichtnahme erwartet.

„Feiern Sie ordentlich den Semesterbeginn, doch nicht zu heftig“

Nicht nur die Stadt nahm Lücke in die Pflicht. „Feiern Sie ordentlich den Semesterbeginn, doch nicht zu heftig“, ermahnte er die Studierenden, nachdem in der vergangenen Woche Bierkrüge aus Lokalen gestohlen worden waren und es Beschwerden über Alkoholexzesse gab. Die Bürgerschaft sei Uni und Hochschule sehr zugewandt, das solle nicht aufs Spiel gesetzt werden.

Sebastian Bracke, Osnabrücker Stadtratsmitglied und Vorsitzender des Kulturausschusses, sagte, man könne in Osnabrück sehr glücklich werden, das habe gerade auch der Deutsche Glücksatlas gezeigt, demzufolge im Nordwesten Niedersachsens die drittzufriedensten Menschen Deutschlands leben. „Osnabrück ist auch, was Sie daraus machen“, gab er den Studierenden mit auf den Weg.

„Man kümmert sich gut um uns“

Für viele Erstsemester ist der Start ins Unileben bereits gut gelaufen. „Man kümmert sich gut um uns“, sagte Julijana Cosic (19) aus Versmold, die VWL und Bioinformatik studiert. Sie pendelt täglich nach Osnabrück. Die Nähe zu ihrer Heimat war ein Pluspunkt bei der Entscheidung für Osnabrück. Und: „Die Stadt ist so schön“, sagte Cosic.

Während sie pendelt, war es für Fenja Berg (22) aus Wilhelmshaven gar nicht so leicht, eine Wohnung zu finden. Zehn Unterkünfte hatte sich die Studentin der Kosmetologie und Biologie auf Lehramt angeschaut, bis sie eine gefunden hatte. Für Osnabrück hat sie sich entschieden, weil ihre Schwester dort wohnt, sie die Stadt kennt und der Studiengang dort angeboten wird.

„So dramatisch ist die Wohnungssituation nicht“

Leichter hatte es bei der Suche nach einem Platz in einer WG Till Nicke (22) aus Lübeck. Er studiert Cognitive Science und hatte gleich bei seiner zweiten Besichtigung Glück. „Ich habe eine nette WG, die mich super aufgenommen hat.“

„So dramatisch, wie oft berichtet, ist die Wohnungssituation nicht“, betonte Alexandra Krone, Geschäftsführerin des Studentenwerkes Osnabrück. Sie stellte ihre Einrichtung und die Mitarbeiter in einem kurzen Film vor, der für den ein oder anderen Lacher sorgte. Im März 2017 werde außerdem ein neues Wohnheim fertig, kündigte sie an.

Vor und nach der Erstsemesterbegrüßung hatten die Studierenden die Möglichkeit, sich an zahlreichen Ständen in der Osnabrück-Halle über Hochschulgruppen und andere Angebote zu informieren.


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