Förderkreis Innungsbetriebe Handwerk Preise für Firmen Dallmann und Vielstädte aus Lk Osnabrück

Ausgezeichnet wurden Matthias Vielstädte (4. von links) und Thorsten Goerke (6. von links) vom Förderkreis Innungsbetriebe Handwerk. Foto: Swaantje HehemannAusgezeichnet wurden Matthias Vielstädte (4. von links) und Thorsten Goerke (6. von links) vom Förderkreis Innungsbetriebe Handwerk. Foto: Swaantje Hehemann

Osnabrück. Der Förderkreis Innungsbetriebe Handwerk hat jetzt zwei Firmen aus dem Landkreis ausgezeichnet. Prämiert wurden die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung und eine Innovationsleistung mit jeweils 2500 Euro.

Den Förderpreis für die Integration zweier Flüchtlinge bekam das Straßen- und Tiefbauunternehmen Hermann Dallmann. Zu den Hochzeiten der Flüchtlingsbewegung im vergangenen Jahr hatte sich Dallmann-Geschäftsführer Thorsten Goerke in der Landesaufnahmebehörde in Bramsche-Hesepe eigenhändig nach Fachkräften umgesehen. Er fand für die Firma zwei Syrer.

Die Integration der beiden in den Arbeitsprozess gelang auch, weil sich viele Freiwillige um sie kümmern, sagte Goerke. Die Helfer richteten etwa die Werkswohnungen ein und übernahmen Patenschaften. Das Preisgeld solle daher an den Kreis der Freiwilligen gehen, so Goerke in der Dankesrede.

Handwerk 4.0

Die zweite Auszeichnung ging an die Firma Vielstädte. Die Tischlerei aus Ostercappeln praktiziere Handwerk 4.0, sagte Thorsten Coch, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. „Die digitale Vernetzung innerhalb des Betriebs hat Vorbildfunktion und ist etwas ganz Besonderes.“

Firmenchef Matthias Vielstädte begann vor 16 Jahren mit der Zeiterfassung der Arbeitsstunden und dehnte die Digitalisierung nach und nach auf den gesamten Produktions- und Fertigungsprozess aus. „Dabei geht es darum, Effizienzpotenziale zu entdecken“, sagte Laudator Christian Welzbacher.

„Die Arbeit wird leichter“

Der Leiter des Hannoveraner Heinz-Priest-Institutes für Handwerkstechnik wies daraufhin, dass man für die Digitalisierung auch sensibilisieren müsse, um die Akzeptanz bei den Beschäftigten zu schaffen. Das softwaregesteuerte System seines „ganz normalen Handwerkbetriebes“ beruhe zu einem wichtigen Teil auf den Mitarbeitern, die den Prozess mittragen, bestätigte Matthias Vielstädte. „Viele stellen fest, dass die Arbeit leichter wird.“

Der Förderpreis wird jährlich an Innungsbetriebe der Kreishandwerkerschaft verliehen. Sie hat den Vorsitz im Verein Förderkreis Innungsbetriebe Handwerk. Mitglieder sind zehn Verwaltungen, Versicherungen sowie Versorger und Banken. In diesem Jahr hatten sich zwölf Innungsbetriebe auf den Förderpreis beworben.


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