Tödlicher Unfall vor vier Tagen Ghostbike erinnert an tote Radfahrerin am Goethering

Von Claudia Scholz


Osnabrück. Zur Erinnerung an den tödlichen Unfall einer 59-jährigen Radfahrerin vor vier Tagen wurde am Goethering Kreuzung Wittekindstraße ein weißes Ghostbike aufgestellt.

Das weiße Ghostbike steht nur ein paar Meter vor der Kreuzung Wittekindstraße. Daran befestigt befindet sich ein Schild mit einem schwarzen Kreuz: „Radfahrerin 59 Jahre“. Vor vier Tagen starb an dieser Stelle eine Osnabrückerin. Das weiße Fahrrad erinnert an ihren tödlichen Unfall .

Von Viehtransporter übersehen

Am Mittwoch, 12. Oktober, hatte der Anhänger eines Viehtransporters die 59-Jährige auf dem Goethering erfasst. Der Lkw mit Anhänger war laut der Polizei Osnabrück auf dem rechten Fahrstreifen in Richtung Berliner Platz unterwegs. Als der Fahrer die Spur wechselte, um nach rechts abzubiegen, überquerte er auch den Schutzstreifen für Radfahrer.

Die Fahrradfahrerin befand sich auf dem Schutzstreifen und konnte dem großen Anhänger des Lkws nicht mehr ausweichen. Die Frau erlag am Abend ihren lebensgefährlichen Verletzungen im Krankenhaus.

Polizei sucht Zeugen

Immer noch sucht die Polizei Osnabrück nach Hinweisen zum genauen Unfallhergang und bittet Zeugen, sich unter der Telefonnummer 0541/327-2315 zu melden. Es gebe zum Beispiel noch Fragen zur Fahrtrichtung der Radfahrerin , sagte Polizeisprecherin Mareike Kocar. Sie betonte, dass Zeugen nicht nur der Polizei helfen, sondern unter anderem auch den Beteiligten bei der Schadensregulierung.

Durchfahrverbot für Lkw?

Die Osnabrücker Grünen hatten einen Tag nach dem tödlichen Unfall ein Durchfahrverbot für Lkw in der Innenstadt gefordert. Der Durchfahrtsverkehr von Viehtransportern und großen Lastern sei unnötig und müsse verboten werden, um ähnliche Unfälle zu verhindern.

Zwölf tödliche Fahrradunfälle

Immer wieder kommt es auf den Osnabrücker Straßen zu Unfällen mit Fahrradfahrern und Lkw. Insgesamt zwölf Radfahrer starben seit 2004. Besonders an der sogenannten Todeskreuzung Johannistorwall/Kommenderiestraße hat es in den vergangenen Jahren mehrere tödliche Unfälle gegeben. Dabei gerieten Radler, die geradeaus fahren wollten, unter die Räder schwerer Lkw. Deren Fahrer hatten ihre Opfer beim Rechtsabbiegen im toten Winkel offenbar nicht wahrgenommen.


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