Elektromagnetische Wellen Vortrag in Osnabrück: Strahlentherapie gegen Schmerzen

Von Jann Weber

Medizinerin Aneta Grajda referiert über die Strahlentherapie.Foto: Para-KlinikMedizinerin Aneta Grajda referiert über die Strahlentherapie.Foto: Para-Klinik

Osnabrück. „Bewegung ohne Schmerzen?! – Wann Strahlentherapie helfen kann“: So lautet der Titel eines Vortrags, den die Medizinerin Aneta Grajda am kommenden Mittwoch im NOZ-Medienzentrum am Berliner Platz in Osnabrück halten wird.

Die Referentin ist als Fachärztin für Strahlentherapie und Palliativmedizin in der Paracelsus-Klinik tätig. Dort ist sie kommissarische Leiterin in der Abteilung für Strahlentherapie.

Aneta Grajda spricht über die Behandlung mit Strahlen gegen Schmerzen bei Gelenkverschleiß und vor allem bei Entzündungen, von denen Sehnen, Schleimbeutel und Muskeln betroffen sein können und deren Ursachen mit monotonen Bewegungen zusammenhängen können. Als Beispiel nennt sie die Arbeit des Friseurs mit stets wiederkehrenden Bewegungen. Und sie erwähnt, dass auch Übergewicht zu solchen Beschwerden führen kann.

Die Entzündung entsteht durch Mikroverletzungen in der Sehne. Dies ist auch beim Fersensporn der Fall. Ebenfalls bei Morbus Ledderhose – einer Erkrankung des Bindegewebes am Fuß – kann eine Strahlentherapie helfen, wie die Medizinerin berichtet. Was bei der Strahlentherapie mit elektromagnetischen Wellen geschieht, fasst Aneta Grajda so zusammen: „Die Entzündungszellen werden vernichtet.“

Eine Strahlentherapie in solchen Fällen besteht aus einer Serie mit durchschnittlich sechs Sitzungen zwei bis drei Mal die Woche, die jeweils nur wenige Sekunden dauern. Wie die Medizinerin erläutert, ist die Wirkung nicht sofort zu spüren. „Die Patienten bemerken meist erst nach zwei bis drei Wochen eine Verbesserung.“ Dafür, so die Ärztin weiter, sei die Strahlentherapie nachhaltig: „Die Wirkung hält bis zu zehn Jahre lang.“


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